Wer wird den Ukraine-Krieg gewinnen? Die Antwort ist denkbar einfach – die USA!

Wer wird den Ukraine-Krieg gewinnen? Die Antwort ist denkbar einfach – die USA!

Viele Menschen stellen sich seit Monaten die Frage: Wer wird wohl den Ukraine-Krieg gewinnen? Die Antwort darauf ist denkbar einfach – die USA. Natürlich ist das „politisch unkorrekt“, doch es ist an der Zeit, sich mit diesem Thema zu befassen. Denn im Schatten des Krieges hat hier eine erkennbare Verschiebung von Macht und Wohlstand stattgefunden, die für Deutschland ausgesprochen schwierig ist. 

Wer wird den Ukraine-Krieg gewinnen? Die Antwort ist denkbar einfach – die USA!

Die USA unterstützen die Ukraine so intensiv wie kein anderes Land der Erde. Doch ganz selbstlos ist diese Hilfe nicht. Denn zu verschenken hat die Nation, die nach dem sogenannten „Global Firepower Index“ sowohl innerhalb der NATO und der SOZ-Staaten als auch weltweit über die größte militärische Stärke verfügt, natürlich nichts. Stattdessen setzt US-Präsident Joe Biden auf eine „Bewaffnung auf Kredit“. All die finanzielle und materielle Unterstützung muss also seitens der Ukraine nach und nach an die USA zurück abgestottert werden. Deutschland dagegen kann nur hoffen, dass der Krieg unweit seiner Haustür bald endet. Das hierzulande in den Ukraine-Krieg investierte Geld und Material ist – es wird nur wenige verwundern – natürlich nicht nur geliehen, sondern verschenkt. Das „Bewaffnen auf Kredit“, denn darum handelt es sich, wurde im Zweiten Weltkrieg erfunden, als Winston Churchill sich außer Stande sah, die Verteidigung Großbritanniens alleine zu bewerkstelligen. An das damalige Verfahren, Waffen gegen Schuldscheine zu verkaufen, hat sich die US-Regierung jetzt erinnert. Die USA sind wohl nicht umsonst auch materiell daran interessiert, dass die Regierung in Kiew flüssig bleibt. Ende September 2022 berichtete die Financial Times, dass die USA die EU-Länder drängen, die zugesagte finanzielle Unterstützung für die Ukraine zu beschleunigen und hierfür explizit einen „regelmäßigen Mechanismus“ für finanzielle Unterstützung einzurichten. Noch ist offen, ob diese EU-Gelder auch für die Militärrückzahlungen an die USA eingesetzt werden sollen und dürfen. Fakt ist: Die USA sind in diesen Angelegenheiten streng. Großbritannien stotterte bis 2006 seine Raten aus den „Lend-Lease“- Schulden ab, da war der Zweite Weltkrieg schon 61 Jahre vorbei. Getreu einem Motto, das quer durch die Jahrhunderte gilt – der Satz des ehemaligen Präsidenten Calvin Coolidge: „After all, the chief business of the American people is business.“. Im Mai 2022 verabschiedete der Senat ein Gesetz, das die amerikanische Regierung ermächtigt, militärisches Equipment schnell und unbürokratisch an die Ukraine auszuleihen – den „Ukraine Democracy Defense Lend-Lease Act of 2022“. Die rund 23 Milliarden US-Dollar an militärischer Unterstützung sind also nicht verschenkt. In dem Gesetz  ist klar und deutlich festgelegt, dass „jegliche Darlehen oder Verpachtungen von Verteidigungsgütern an die Regierung der Ukraine […] [der] Rückgabe, Erstattung und Rückzahlung [unterliegen]“. Profiteur Nummer 1 ist natürlich in den USA die Rüstungsindustrie. Und das, ohne dass dafür der amerikanische Steuerzahler in die Pflicht genommen wird. Die Börsen-Notierungen der US Konzerne Lockheed Martin und Nothrop Grumman zeigen die Euphorie der Investoren, denn natürlich müssen ja auch künftige Ersatzbeschaffungen über die amerikanischen Hersteller laufen. Ein langfristig einträgliches Geschäft sozusagen. Die US Rüstungsindustrie schlägt daher den DAX. Auch die Erhöhung aller westlichen Militärbudgets kommt den USA zu Gute. 100 Milliarden hat SPD Bundeskanzler Olaf Scholz zusätzlich ausgelobt.

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Eine Analyse des „Foreign Policy Magazins“ ergab, dass die USA bereits die Zahl der genehmigten Waffenverkäufe an NATO-Verbündete im Jahr 2022 gegenüber 2021 fast verdoppelt haben – von 15,5 auf 28 Milliarden US-Dollar. So wird dort der Krieg zum Geschäft. Und auch die US-Energiekonzerne profitieren. Durch die EU Wirtschaftssanktionen, Handelsbeschränkungen, das Einfrieren von russischen Vermögenswerten, den Ausschluss von Zahlungssystemen und das Ausfuhrverbot von russischem Öl hat man Russland isoliert und dadurch auch den bisherigen deutsch-russischen Handel auf sehr lange Sicht zerrüttet.

Als „Helfer in der Not“ boten sich schnell die amerikanischen Energiekonzerne an. Diese können – ähnlich Dagobert Duck – zunehmend im Geld baden. Die Importe von Flüssiggas (LNG) aus den USA stiegen 2022 um sagenhafte 260 Prozent im Vergleich zum Vorjahr an. Das amerikanische Flüssigkeit ersetzt das russische Gas aus den vor ein paar Monaten zerstörten Pipelines Nordstream 1 und 2. ; hinsichtlich der Ermittlungen bezüglich des Täters der Pipeline-Sprengungen wartet die hiesige Bevölkerung nach wie vor auf entsprechende Verlautbarungen aus der Bundesregierung. Auch das amerikanische Öl ist plötzlich gefragt. Nach Angaben des Datenanbieters OilX sind seit Februar 2022 rund 500 amerikanische Öltanker nach Europa gefahren und haben dazu beigetragen, dass die Rohölexporte der USA im vergangenen Jahr ein Rekordhoch erreichten. Zwischen Dezember 2021 und Dezember 2022 stiegen die US-Exportzahlen bei Öl immerhin um 52 Prozent. Und Profiteur Nummer 3 ist, wen wundert es, die US-Regierung selbst. Denn die amerikanische Administration hat ein Interesse, den Systemrivalen Russland dauerhaft zu schwächen und im Grunde aus dem Spiel der Großmächte zu entfernen. Sie kann das gefahrlos für das eigene Land und das Leben der eigenen Soldaten tun. Auch deshalb hat Washington wohl kein Interesse an einem schnellen Friedensschluss in der Ukraine, wie ihn der 99-jährige Henry Kissinger jüngst bei der Konferenz in Davos skizzierte. Joe Biden will den Regimewechsel in Moskau. Das hat er bei seiner Rede vor dem Warschauer Stadtschloss deutlich gesagt. Auch sein Außenminister hat klargemacht, dass man Russland seine Kriegsfähigkeit nehmen möchte. Die angeschlagene Sicherheit in Europa nutzt mittelfristig auch dem amerikanischen Kapitalmarkt, der von den Investoren als „sicherer Hafen“ wahrgenommen wird. Die Kapitalabflüsse in den ersten Kriegsmonaten aus Europa in Richtung USA waren erheblich. BASF meldete jetzt einen Milliardenverlust, der im Wesentlichen durch die Abschreibungen des mittlerweile beendeten Russlandgeschäfts verursacht wurde. Die USA sind jetzt Haupt-Handelspartner der EU und damit mittlerweile im Ranking auch vor China. 

Der Handelspartner Russland wurde de facto gegen den Handelspartner Amerika getauscht. Damit festigen die Amerikaner auch ihre Verhandlungsposition für die Gespräche über künftige Freihandelsabkommen und bezüglich der China-Strategie.

Russland führt Krieg gegen die Ukraine – und Amerika gewinnt.

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Bewaffnung auf Kredit“: Warum die USA den Ukraine-Krieg gewinnen – FOCUS online


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