Netz-Infrastruktur bereits überlastet – dennoch umfangreiche Subventionen für Neubau von Photovoltaik- und Windkraftanlagen und der Bürger zahlt für “Phantom-Strom”!

Audiopodcast vom fraktionslosen Abgeordneten im Bayerischen Landtag, Herrn Christian Klingen zum Thema: Netz-Infrastruktur bereits überlastet – dennoch umfangreiche Subventionen für Neubau von Photovoltaik- und Windkraftanlagen und der Bürger zahlt für “Phantom-Strom!
Netz-Infrastruktur bereits überlastet – dennoch umfangreiche Subventionen für Neubau von Photovoltaik- und Windkraftanlagen und der Bürger zahlt für “Phantom-Strom”!

Es steht ein Elefant mitten im Raum. Er ist riesig und eigentlich unübersehbar. Dennoch wird er von den meisten Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft hartnäckig ignoriert und offenbar bewusst „ausgeblendet“‘. Denn noch immer versuchen Staat und Kommunen hektisch, den Ausbau von Solarenergie und Windkraftanlagen voranzutreiben, werden Industrie und Bürger dazu aufgefordert, möglichst schnell in entsprechende Anlagen zu investieren, werden umfangreiche Steuergelder für entsprechende Zuschüsse und Subventionen ausgegeben – und wofür? Am Ende verpuffen große Mengen Solarstrom und Windenergie im Nirvana.

Große Photovoltaikanlagen und auch Windkraftanlagen sind in Deutschland des öfteren von Abschaltungen betroffen. Der Grund ist eine zu schwache Infrastruktur, um den produzierten Strom abtransportieren oder speichern zu können. Denn entgegen landläufiger Meinung der Grün*innen und ihrer Wähler kann das Netz selbst nicht als Speicher dienen (Zitat Annalena Baerbock: „Deswegen haben wir Speicher. Deswegen fungiert das Netz als Speicher“). Den hierdurch entstehenden Produktionsausfall bekommen die Anlagenbesitzer trotzdem erstattet – aus Ihren Steuergeldern. Ein Beispiel unter vielen: Die Sonne knallt auf das Dach einer großen Logistikhalle im mittelfränkischen Aurach, auf 3.000 Quadratmetern Dachfläche sind dort Solarpaneele montiert. Seit zwölf Jahren wird hier Strom mit der Kraft der Sonne produziert und ins Stromnetz eingespeist. Auf dem Dach angebracht nimmt die Photovoltaikanlage keinen Platz weg und liefert an jedem schneefreien Tag auch Strom – an sonnigen Tagen besonders viel. Jens Husemann, der Eigentümer, rechnet im Interview mit BR24 vor, dass seine Anlage 170 Kilowatt pro Stunde leistet und damit letztlich 50 Haushalte versorgt werden könnten. So weit die Theorie der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Die Praxis sieht jedoch anders aus. 

Alleine in diesem Jahr ist nämlich diese Solar-Anlage schon 150 Tage vom Netz genommen worden – „abgeregelt“ heißt das in der Fachsprache. Jens Husemann überwacht die Strom-Produktion mit einem täglichen Protokoll und legt dieses im BR-Interview vor. Seit Februar (!) dieses Jahres ist ab dem frühen Vormittag bis zum frühen Abend keinerlei Stromabgabe ins Netz zu sehen. Husemanns Anlage wurde abgeregelt. Das heißt, der Strom für 50 Haushalte, der theoretisch täglich hätte produziert werden können, ist tatsächlich nie im Stromnetz gelandet. Die Erklärung: Dadurch, dass immer mehr PV-Anlagen gebaut werden, müssen immer mehr Anlagen vom Netz genommen werden, weil die Infrastruktur den Strom nicht befördern kann. Das bestätigt so auch der zuständige Energieversorger „N-Ergie“ im BR-Interview. Denn es fehlt gerade bei größeren Anlagen ab einer Leistung von mehr als 100 Kilowatt/Stunde vor Ort an ausreichend Stromleitungen, Trafohäusern und Stromspeichern – also Batterien. Nach Angaben der Bundesnetzagentur sind deswegen im Jahr 2020 6,1 Terawattstunden Strom im Nirwana verschwunden. Mit steigender Tendenz, da ja mittlerweile immer mehr zusätzliche Photovoltaikanlagen und Windkraftanlagen ans Netz gegangen sind. Die Bundesnetzagentur sieht das Problem der fehlenden Infrastruktur in Bezug auf die weiter zunehmende Strom-Produktion durch erneuerbare Energien. Ein Sprecher der Behörde stellt hierzu auf Medienanfrage fest: „Speicherkapazitäten können nur in kleinem Umfang hinter einem Netzverknüpfungspunkt Erzeugungsspitzen abfangen. Größere Speicherkapazitäten im Netz würden das adressierte Problem nicht lösen. Tatsächlich müssen die betroffenen Verteilnetzbereiche ertüchtigt und ausgebaut werden.“. Doch das wird dauern. Denn Fachkräftemangel, Materialmangel sowie Probleme bei den Lieferketten machen auch den Stromversorgern zunehmend zu schaffen. Hinzu kommen langwierige Genehmigungsverfahren.

Technisch gesehen bringt es also derzeit eigentlich kaum etwas, auf die Schnelle wie geplant allerorten große Photovoltaikanlagen, insbesondere auch Freiflächenanlagen, sowie neue Windkraftanlagen zu bauen, da diese dann erwartungsgemäß ebenfalls häufig „abgeregelt“, also abgeschaltet, werden müssten, um hierdurch einer Überlastung des Stromnetzes vorzubeugen. Doch neben dem unsinnigen Aktionismus gibt es ein weiteres Problem, ein Finanzielles. Denn irrsinniger weise wird hierzulande auch der nicht produzierte Strom an die Anlagenbetreiber bezahlt – im vorliegenden Beispiel vom zuständigen Energieversorger „N-Ergie“. Alleine in diesem Jahr sind hierbei schon mehr als 30.000 Euro Ausfallzahlungen für Anlageneigentümer Husemann zusammengekommen. Ihm wird die Zeit, in der seine Anlage ausgeschaltet wurde, vergütet. Für Strom, der nie produziert wurde, der nie in einer Steckdose gelandet ist, muss also dennoch gezahlt werden. Und zwar von allen Stromkunden, die selbst spätestens ab dem kommenden Herbst Energie einsparen müssen und die für den mittlerweile teuersten Strom weltweit (mit Ausnahme der abgelegenen Bermuda-Inseln) berappen müssen. Mehr Irrsinn geht nicht. Man muss sich also wirklich nicht wundern, warum der Rest der Welt Deutschlands „Energiewende“ mit Skepsis und Kopfschütteln betrachtet: Die spinnen, die Deutschen…! 

Netz-Infrastruktur bereits überlastet – dennoch umfangreiche Subventionen für Neubau von Photovoltaik- und Windkraftanlagen und der Bürger zahlt für “Phantom-Strom”!

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Anonym
Gast
3. September 2022 5:38

Die Fachexpertin Baerbock für Energiespeichertechnik führt Deutschland ganz bestimmt NICHT aus der hausgemachten Energiekrise!