Über 600 Mieter dürfen sich in Dresden nur noch nach Stundenplan waschen! Chefetagen der Baugenossenschaften machen sich zum Büttel derjenigen, die Energiemaßnahmen predigen, aber gleichzeitig Champagner auf Sylt saufen!

Über 600 Mieter dürfen sich in Dresden nur noch nach Stundenplan waschen! Chefetagen der Baugenossenschaften machen sich zum Büttel derjenigen, die Energiemaßnahmen predigen, aber gleichzeitig Champagner auf Sylt saufen!

Wollten Sie schon immer gerne mal wie kurz nach dem Zweiten Weltkrieg leben? Die Ampelkoalition im besten Deutschland, das wir je hatten, macht Ihnen dieses unvergleichliche Erlebnis gerne möglich. In den Wohnungen einer Dresdner 

Baugenossenschaft müssen sich bereits 600 Mieter nach einem Stundenplan waschen. Denn in den Chefetagen der Genossenschaft fühlt man sich nicht etwa den Mietern, die jahre- und jahrzehntelang ihre Miete gezahlt haben, verpflichtet, sondern macht sich offenbar in vorauseilendem Gehorsam schon zum braven Büttel genau derjenigen, die Energiesparmaßnahmen predigen, aber selbst lieber auf Sylt Champagner saufen. 

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs suchten Menschen auf Feldern nach Kartoffeln und wuschen sich mit kaltem Wasser. In einer Wohnungsbaugenossenschaft in Dippoldiswalde nahe Dresden erinnern sich jetzt einige Bewohner daran. Der Ex-Bergmann Heinz Mattner (95) wohnt in einem dieser Genossenschaftsbauten. Dort gibt es warmes Wasser nur noch von 5 bis 22 Uhr. Nachts ist es bibberkalt. Grund für die Rationierung: Energiesparmaßnahmen! Senior Mattner sagt: „So schlimm war es nur nach dem Zweiten Weltkrieg. Was sollen Schichtarbeiter machen, die nachts von Arbeit kommen?“. In 600 anderen Genossenschaftswohnungen fließt warmes Wasser sogar nur noch zwischen 4 und 8, 11 und 13 sowie 17 und 21 Uhr. Waschen also nur noch nach Stundenplan! Der Grund für die unterschiedlichen Zeitpläne ist die Nutzung verschiedener Warmwasser-Systeme. Die Ankündigung des Radikalsparens kam per Aushang, eine Abstimmung mit den Betroffenen soll es  – ganz nach Gutsherren-Art – nicht gegeben haben. Doch es sei angeblich gut gemeint. „Es geht nicht darum, die Mieter zu ärgern, sondern sich auf das einzustellen, was wir im nächsten Jahr vielleicht sonst nicht mehr bezahlen können“, so Genossenschaftsvorstand Falk Kühn-Meisegeier. Doch nicht die wohlmeinenden Genossenschafs-Raffgeier müssen letztendlich die Kosten für Warmwasser tragen, sondern natürlich die Nutzer selbst. Doch diesen wird einfach per ordre de mufti die eigene Entscheidungskompetenz abgesprochen. Doch es gibt Möglichkeiten der Gegenwehr: Stimmen nicht alle Mieter der Warmwasserreduzierung zu, handelt es sich um einen Mangel an der Wohnung. Somit greifen dann Mangelrechte wie die Mietminderung. Die Betroffenen sollten daher ihrem Vermieter mitteilen, dass sie der Reduzierung nicht zustimmen. Bleibt das Wasser trotzdem kalt, können Mieter ihre Miete sofort reduzieren. Laut Experten sollte man sich dabei an alten Urteilen orientieren. Dabei gelten 7,5 % Mietminderung als angemessen. Bei weit über 600 betroffenen Wohnungen käme da für den getreuen Genossen Herrn Meisegeier ein erkleckliches Sümmchen an Verlust zusammen! 

Über 600 Mieter dürfen sich in Dresden nur noch nach Stundenplan waschen! Chefetagen der Baugenossenschaften machen sich zum Büttel derjenigen, die Energiemaßnahmen predigen, aber gleichzeitig Champagner auf Sylt saufen!

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