Sängerin mit Dreadlocks darf wegen ihrer Frisur nicht bei Fridays for Future auftreten

Audio Podcast vom Abgeordneten des Bayerischen Landtages, Herrn Christian Klingen zum Thema: “Sängerin mit Dreadlocks darf wegen ihrer Frisur nicht bei Fridays for Future auftreten”

So sieht Toleranz à la „Fridays for Future“ aus: Die Musikerin Ronja Maltzahn darf am kommenden Freitag nicht wie geplant bei einer Demonstration von Fridays for Future in Hannover auftreten – wegen ihrer Frisur. Die Sängerin trägt „Draedlocks“, was in sogenannten „woken“ Kreisen als „kulturelle Aneignung“ gilt. So wurde die Musikerin flugs wieder ausgeladen und man teilte ihr mit, dass sie nur dann spielen dürfe, wenn sie zuvor ihre Haare abschneidet.

LeoSch / Pixabay.com

Die Absage ist auf der Instagram-Seite von Ronja Maltzahn noch zu sehen: „Es tut uns leid, dass diese Nachricht so spontan kommt und wir dir leider absagen“ heisst es dort aus einem Schreiben von FFF. „Der Grund dafür ist, dass wir gerade bei diesem globalen Streik auf ein antikolonialistisches und antirassistisches Narrativ setzen und es daher für uns nicht vertretbar ist, eine weisse Person mit Dreadlocks auf unserer Bühne zu haben.“ Dreadlocks seien in den USA ein Widerstandssymbol der Bürgerrechtsbewegung schwarzer Menschen geworden. „Wenn eine weisse Person also Dreadlocks trägt, dann handelt es sich um kulturelle Aneignung, da wir als weisse Menschen uns aufgrund unserer Privilegien nicht mit der Geschichte oder dem kollektiven Trauma der Unterdrückung auseinandersetzen müssen“ lautet die wirr anmutende Begründung der Klimasektierer. Maltzahn kommentierte ihre Ausladung bedauernd, sie habe mit ihrer Musik gerade ein Zeichen für Frieden und gegen Diskriminierung setzen wollen: „Schade, dass wir aufgrund von äusserlichen Merkmalen ausgeschlossen werden.“. Mehr als unpassend und übergriffig war darüberhinaus der von FFF gemachte Vorschlag an die Musikerin, sie könne ja, um doch noch auftreten zu dürfen, einfach ihre Haare abschneiden.

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Der Abgeordnete des Bayerischen Landtags Christian Klingen kommentiert dies mit Kopfschütteln:

Die Klimasekte Fridays for Future ist mittlerweile ein prägnantes Beispiel für bunte Heuchelei. Während man in diesen Kreisen sonst lauthals aufheult und sich in empörter Betroffenheit inszeniert, sobald irgendwo jemand auch nur vermeintlich aufgrund seiner Nationalität oder seines Äußeren einen Nachteil erlitten haben könnte, ist man selbst in seinem Auftreten gegenüber anderen gar nicht zimperlich. Da wird eine international gerade in Künstlerkreisen seit Jahrzehnten beliebte Haartracht – meist als Zeichen für Weltoffenheit getragen – plötzlich zum Politikum stilisiert und mit dem Vorwurf verbunden, hier einen kulturellen und rassistischen Übergriff gegenüber farbigen Menschen begangen zu haben. Der „woke“ Wahn scheint sich dabei zu steigern, denn vor nicht allzu langer Zeit durfte noch Carola Rackete – auch als Schleuser- und Schlepper-Kapitänin vom Mittelmeer bekannt – trotz ihrer Dreadlock-Frisur bei Fridays for Future auf der Bühne stehen. Wir dürfen nun gespannt sein, was als nächstes auf den „woken“ Index gerät. So erfreut sich ja etwa seit einer Weile gerade bei jüngeren Männern der Samurai-Dutt zunehmender Beliebtheit. Und unter Tattoo-Fans sind schon seit längerem als Motive „Tribals“ verbreitet, bei denen es sich um ein Kulturgut indigener Völker handelt, das deren Geschichten erzählt und Stammeszugehörigkeit ausdrückt. Es gibt also noch „viel zu tun“ für „woke“ Zeitgenossen, um ihre Mitmenschen zu bevormunden und diese mit ihrer wirren Wahrnehmung der Welt zu drangsalieren…

Der Abgeordnete des Bayerischen Landtags Christian Klingen
So sieht Toleranz à la „Fridays for Future“ aus: Die Musikerin Ronja Maltzahn darf am kommenden Freitag nicht wie geplant bei einer Demonstration von Fridays for Future in Hannover auftreten – wegen ihrer Frisur. Die Sängerin trägt „Draedlocks“, was in sogenannten „woken“ Kreisen als „kulturelle Aneignung“ gilt. So wurde die Musikerin flugs wieder ausgeladen und man teilte ihr mit, dass sie nur dann spielen dürfe, wenn sie zuvor ihre Haare abschneidet.
Sängerin mit Dreadlocks darf wegen ihrer Frisur nicht bei Fridays for Future auftreten
Immer mehr feat. Ronja Maltzahn, 1. November 2020, Krowie, CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia Commons

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Anonym
Gast
23. April 2022 19:08

Aber Kiffen muss man nicht um bei denen mitlaufen zu dürfen?