ENERGIEKOSTEN: Strompreisschock: 3900 statt 300 Euro für Gelsenkirchener Imbiss

Ein Gelsenkirchener Imbissbetreiber hat gerade einen Strompreisschock erlitten. Für seinen Pizza-Imbiss soll er künftig statt bislang 300 Euro monatlichen Abschlag die irrwitzige Summe von 3.900 € monatlich zahlen. Doch derartiger Irrsinn ist offenbar politisch gewollt. Dass die Preise explodieren, findet nämlich Europas Chef-Bankerin Christine Lagarde gar nicht schlecht und lobt die sogenannte „Grünflation“.

Als der Betreiber eines Pizza-Imbiss den Brief des örtlichen Stromanbieters ELE öffnete, verschlug es ihm die Sprache: Knapp 3.900 € monatlichen Abschlag soll er künftig zahlen – mehr als zehnmal so viel wie noch im vergangenen Jahr. Und nein: Es handelt sich nicht um einen Schreibfehler. Bis Ende Dezember 2021 hatte er seinen Strom von einem anderen Anbieter bezogen. Als dieser nun ebenso wie viele andere Energieanbieter pleite ging, sprang die ELE im Rahmen der Ersatz- und Grundversorgung ein. Nach Übermittlung des aktuellen Zählerstands teilte die ELE in einem ersten Schreiben mit, dass er mit einer monatlichen Abschlagszahlung von 287 € zu rechnen habe – etwas mehr als zuvor, aber im üblichen Rahmen. Der Schock kam dann einige Wochen später: In einem Schreiben vom 12. Januar meldete sich die ELE mit einer neuen Abschlagssumme. Nun soll der Pizzeria-Betreiber monatlich nicht mehr 287 € , sondern 3.885 € zahlen. Peter Efing, Unternehmenssprecher der ELE, bestätigte, dass es sich bei den 3.885 € keineswegs um einen Schreibfehler handele – und erklärt, wie es zu dieser Summe kommen konnte. „Die Preise am Strommarkt sind zurzeit verrückt“, sagt er. Da der Pizzeria-Betreiber im Januar im Rahmen der Ersatz- und Grundversorgung neu zu dem Gelsenkirchener Stromanbieter gekommen sei, müsste die ELE den Strom, den er verbraucht, zu den aktuellen Preisen an der Strombörse einkaufen – und die seien zurzeit eben astronomisch. Aktuell würden Strompreise abgerufen, wie man sie bei dem Stromanbieter noch nie gesehen habe. Für Bestandskunden kaufe man den Strom teilweise zwei oder drei Jahre im Voraus ein und könne so noch mit vernünftigen Preisen kalkulieren.

Der Imbiss-Betreiber hat also nach Aussage des Stromversorgers das Pech, dass er erst in diesem Jahr neu als Kunde hinzugekommen ist und daher seinen Strom zu aktuellen Konditionen an der Strombörse zahlen muss, während die sogenannten Bestandskunden noch von den Konditionen der zurückliegenden zwei bis drei Jahre profitieren können. Doch können sich die regulären Kunden nun in Sicherheit wiegen? Wohl kaum – denn mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung werden die erhöhten Strompreise an der Börse auch auf diese durchschlagen. Denn es ist bei der derzeitigen Energiepolitik und der geplanten „Transformation“ der Energieversorgung nicht davon auszugehen, dass es hier künftig wieder zu einem erkennbaren Abwärtstrend und dem Rückgang auf die Werte der zurückliegenden Jahre kommen wird. Dies ist politisch auch gar nicht gewünscht. Denn Europas Bank-Chefin stellte erst vor wenigen Tagen gegenüber Medienvertretern fest, dass sie die Preisexplosion gar nicht schlecht fände und lobte die von ihr verniedlichend als „Grünflation“ bezeichnende Inflation. Es ist wie beim Blackjack oder Roulette – die Bank gewinnt immer. Und die – in diesem Fall unfreiwilligen – Mitspieler zahlen die Zeche…!


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