Fernüberwachung Tausender Windräder weiter eingeschränkt

Windenergie soll Deutschlands Zukunft in der Stromversorgung sein – doch tausende Windenergieanlagen in Europa laufen derzeit nur eingeschränkt. Grund ist die anhaltende Störung eines Satelliten-Netzwerks. Der dem zugrundeliegende Kommunikationsdienst fiel offenbar fast zeitgleich mit dem Beginn des Ukraine-Kriegs aus.

Allein beim Windenergieanlagen-Hersteller Enercon sind rund 5.800 Anlagen von der Störung betroffen. Nach Angaben eines Unternehmenssprechers laufen die Windräder zwar noch und liefern auch Strom, sie sind aber für eine Überwachung und Steuerung aus der Ferne nicht mehr erreichbar. Normalerweise greift Enercon per Satellit auf Anlagen in Regionen zu, in denen es kein Breitband-Internet gibt. Doch das ist derzeit nicht möglich. Grundsätzlich könnten sich die Anlagen autark und selbstständig regulieren, doch sollte ein Störfall auftreten, müsste Enercon Personal direkt zu den betroffenen Anlagen schicken, um diese zu prüfen. Die Störung des Satelliten-Netzwerks KA-SAT begann den Angaben zufolge am vergangenen Donnerstag. Die genaue Ursache ist noch unklar, doch fielen die Kommunikationsdienste nahezu zeitgleich mit Beginn des russischen Einmarschs in der Ukraine aus.

Der Fraktionsvorsitzende der AfD im Bayerischen Landtag Christian Klingen stellt fest:

Deutschland sieht sich als Vorreiter der Windenergie. Doch aktuelle Entwicklungen zeigen, wie störungsanfällig die zugrundeliegende Technologie in der Praxis ist. In Sachen Breitband-Internet gibt es in Deutschland ja noch so einige weiße Flecken auf der Landkarte. Der Ausbau schreitet eher schleppend voran. Da deshalb zahlreiche Windkraftanlagen nicht übers Internet gesteuert werden können, muss dies via Satellit im Weltraum geschehen. Und hier treten jetzt bereits seit Tagen anhaltende Störungen auf. Eine kurzfristige Behebung scheint nicht in Sicht, hat man hierfür bislang noch nicht einmal eine konkrete Ursache entdeckt. Der Vorfall zeigt, wie störungsanfällig diese Technik ist und dass beispielsweise auch gezielte Hacker-Angriffe auf Kommunikationsdienste eine längerfristige flächendeckende Beeinträchtigung von Windkraftanlagen zur Folge haben können. Wichtige Lebensgrundlagen wie unsere Stromversorgung, zu Recht auch als sogenannte „kritische Infrastruktur“ bezeichnet, sollten so gut als möglich vor Störungen oder auch Angriffen durch Dritte geschützt werden können. Doch bei der zunehmenden Dezentralisierung der Anlagen zur Stromgewinnung über das ganze Land hinweg und auch teils in entlegeneren Regionen ist ein wirksamer Schutz dieser Anlagen zunehmend nicht mehr möglich. Auch aus diesem Grund birgt die mit aller Macht vorangetriebene Energiewende Gefahren für unsere künftige Stromversorgung!

Der Fraktionsvorsitzende der AfD im Bayerischen Landtag Christian Klingen
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