Spiegelei oder Gemüse: Hamburger Schule fordert geschlechtsneutrale Kostüme für Fasching

Fasching steht vor der Tür – und damit hat offenbar auch die närrische Zeit der Gender-Gaga-Front den Höhepunkt erreicht. Eine Hamburger Schule fordert nun für ihre Schüler geschlechtsneutrale Kostüme für Fasching. Als „woke“ Alternative kämen beispielsweise Spiegelei oder Gemüse in Betracht.

Die Diskussion um „kulturell angemessene“ Kostüme wie zum Beispiel Cowboy und Indianer tobt ja bereits länger in den Klassenzimmern der Republik. In der Theodor-Haubach-Schule in Altona wurde jetzt ein Elternbrief verschickt, in dem erklärt wurde, welche Kostüme nach Meinung der zunehmend irren und spaßbefreiten Lehrerschaft „nicht gehen“. Es sollten demnach keine Stereotype bedient werden, die „diskriminieren“ könnten. “Wir wollen, dass wir die Überzeichnung zahlreicher Ethnien vermeiden und geschlechtsspezifische Rollenzuschreibungen aufheben”, so der Brief. Deshalb sind in der Schule neben dem “berühmten” Indianerkostüm nun auch zum Beispiel Prinzessinnen-Kostüme verboten, weil sie das „Mann-Frau-Stereotyp“ bedienen. Die Grundschule hat auch bereits einen Lösungsvorschlag parat und empfiehlt, dass sich die Kinder ja zum Beispiel als Karotte oder Spiegelei verkleiden könnten. Kostüme also, die „geschlechtsneutral“ und „kulturneutral“ sind.

Ihr Kind ist ein Mädchen und liebt Verkleidungen wie das Prinzessinenkostüm oder das der Fee? Sie haben einen Buben, der Feuer und Flamme für die Feuerwehr ist und daher gerne als Feuerwehrmann verkleidet gehen möchte? Oder als tapferer Ritter oder abenteuerlustiger Pirat? Dann hat ihr Kind künftig Pech gehabt. Es kann ja schließlich nicht angehen, dass Mädchen Kleider tragen möchten oder Jungs das Abenteuer suchen. Erklären Sie ihrem Kind daher, dass es viel spannender sei, als Spiegelei, Rosenkohlkopf, Karotte oder Spargel verkleidet zu gehen. Wobei gerade die beiden letztgenannten Kostüme womöglich irgendwann auch noch in Verruf geraten könnten, lässt sich doch eine gewisse Ähnlichkeit mit männlichen Attributen nicht ganz von der Hand weisen und könnte daher ebenfalls zur Diskriminierung eines der zahlreichen anderen Geschlechter führen. Und was ist eigentlich bei näherer Betrachtung mit dem von Seiten des Lehrkörpers vorgeschlagenen Spiegelei? Könnte die klare Assoziation an ein pränatal getötetes Hühnerküken nicht womöglich zum Affront gegen Kinder*innen mit „Veganitätshintergrund“ werden? Die Debatte ist also noch lange nicht zu Ende gedacht und sollte vor weiteren möglicherweise wen-auch-immer-verletzenden Vorschlägen an eine wirklich „woke“ Kommission übergeben werden. Oder die Kinder feiern künftig einfach besser ihren Fasching im privaten Umfeld und tragen das, was ihnen selbst am Besten gefällt – und pfeifen auf das verrückte Reglement der Gender-Gagaisten…!

Claudi584, CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons
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Anonym
Gast
3. März 2022 7:20

Das ist nicht mehr meine Welt. Bin froh, alt zu sein