Wirtschaftsminister Aiwanger möchte 600 Windräder bauen – stoppt diese Umweltzerstörung

Dieser idyllische Ausblick könnte sich bald auch von Ihrem Fenster aus ergeben – wenn es nach dem Willen des bayerischen Wirtschafts- und Energieministers Hubert Aiwanger geht: Windräder, wohin das Auge reicht. Mindestens 600 weitere der monströsen Bauwerke will er in den kommenden Jahren in Bayern installieren lassen und dafür auch die bislang geltende 10-H-Regel aufweichen. Die Giganten könnten damit noch weit näher an die Bebauung und Wohngebiete heranrücken, als dies schon bisher der Fall war. Und auch die Wälder sollen dabei kein Tabu sein. Im Gegenteil – Aiwanger möchte hierfür auch explizit Waldflächen roden lassen: „Fürs Klima“…

Der bayerische Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) möchte in den nächsten zehn Jahren mindestens 600 neue Windkraftanlagen im Freistaat errichten lassen. Dies ergäbe eine Verdopplung der heute installierten Leistung. Dazu müssten die bereits ausgewiesenen Vorranggebiete von der 10-H-Regel ausgenommen werden. Und der Minister fordert auch, „dass wir massiv in die Wälder reingehen“. Derzeit stehen in Bayern bereits 1138 Windturbinen. Nach der bislang geltenden 10-H-Regel müssen Windräder zu den nächsten Wohnhäusern den zehnfachen Abstand ihrer Höhe einhalten – ein 100 Meter hohes Windrad muss also 1000 Meter von den Häusern entfernt sein. Auch diese Regel will der Minister kippen; auf diese Weise würden die gigantischen Bauwerke – neuere Anlagen in Deutschland weisen mittlerweile eine durchschnittliche Nabenhöhe von 140 Metern und einen Rotordurchmesser von 133 Metern auf – den Bürgern noch weit näher auf die Pelle rücken können als bisher. Mit allen Folgen für Wohnwert und Gesundheit. So wurde beispielsweise im vergangenen Jahr einem betroffenen Ehepaar von einem französischen Gericht Schadensersatz von 128.000 Euro für die von ihnen erlittenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen und den verminderten Wohnwert ihres Hauses zugesprochen. Die von dem betreffenden Windpark ausgehenden Lichtmarkierungen waren so stark, dass die von ihm ausgehenden Lichtblitze den Eheleuten „den Eindruck vermittelten, sich ständig in einem Gewitter zu befinden“. Die üblen Folgen: Sie litten unter „Schlafstörungen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindelanfällen, Tinnitus, Herzflimmern und Bewusstseinsstörungen“.

Der Fraktionsvorsitzende und Umwelt-und Verbraucherschutzpolitische Sprecher der AfD im Bayerischen Landtag Christian Klingen stellt hierzu fest:

Vertreter von Umwelt- und Tierschutzorganisationen wie beispielsweise vom LBV lehnen Aiwangers Plan, künftig bayerische Wälder für Windkraftanlagen zu opfern, entschieden ab. Gerade Wälder erfüllen nicht nur eine wichtige Funktion in Bezug auf die Luftreinhaltung, den Wasserhaushalt und das Klima – sie sind auch ökologisch wertvoll und Lebensraum und Rückzugsort zahlreicher auch seltener Tiere und Pflanzen. In Bayern gehören dazu neben verschiedenen Fledermausarten beispielsweise auch unter sehr strengem Schutz stehende Vogelarten wie Schwarzstorch, Wespenbussard oder Seeadler, die im Wald brüten. Diese Arten sind auch oberhalb der Baumkronen aktiv, machen dort auch ihre Balzflüge und geraten dabei durch die riesigen schnell drehenden Rotoren in Gefahr. Wer hier einmal Bilder der hierdurch schwer verletzten, verstümmelten oder getöteten Tiere gesehen hat kann nur fassungslos den Kopf schütteln über den Vorstoß, diese wertvollen Lebensräume unnötig einer unsinnigen Ideologie zu opfern. Und selbstverständlich darf dieses ideologisch motivierte energiepolitische Projekt auch keinesfalls zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Bevölkerung führen. Die Abschaffung der 10-H-Regel lehnen wir daher entschieden ab. Herr Aiwanger verkennt in seinem Bestreben, nun die Grünen noch links zu überholen, dass die wertvollste „Ressource“ unseres Landes unsere Bürger sind, in deren Recht auf körperliche Unversehrtheit nicht dahingehend eingegriffen werden darf, dass diese durch zunehmend nahe an der Wohnbebauung befindliche Windkraftanlagen in ihrer Gesundheit beeinträchtigt werden.Hier müssen die Belange der Bevölkerung absoluten Vorrang haben zu energiepolitischen Interessen und den wirtschaftlichen Belangen von Investoren, Energieversorgungsunternehmen und Großkonzernen!

Der Fraktionsvorsitzende und Umwelt-und Verbraucherschutzpolitische Sprecher der AfD im Bayerischen Landtag Christian Klingen
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