Sollen schwere Covid-Verläufe verhindern: Spahn kaufte Antikörpermittel für 400 Millionen Euro – jetzt verfallen sie einfach

Quelle: FOCUS

Noch-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kaufte im Verlauf der Corona-Pandemie für 400 Millionen Euro spezielle Antikörpermittel, die schwere Krankheitsverläufe verhindern können. Zahlreiche Menschen sind seither auf Intensivstationen verstorben – die Medikamente kamen bei den Betroffenen nie an. Nun verfallen die vorrätigen Präparate – und sollen jetzt verschenkt werden!

Zu Beginn dieses Jahres kaufte Gesundheitsminister Jens Spahn Antikörper für Deutschland – zum Preis von 400 Millionen Euro. Diese sollen schwere Verläufe bei Corona-Patienten verhindern. Genutzt wurden sie aber kaum. Stattdessen werden die Mittel jetzt verschenkt, oder verfallen. In vielen Ländern kommen bei der Behandlung von Corona-Patienten Präparate mit Antikörpern zum Einsatz. Dieser Behandlungsansatz wurde in Deutschland jedoch kaum verfolgt; stattdessen versteifte man sich allein auf die Impfung.

Dabei ist die Therapie vielversprechend. Denn die sogenannten „Monoklonalen Antikörper“ verhindern mindestens 70 Prozent aller schweren Krankheitsverläufe und Todesfälle von Risikopatienten, wenn sie frühzeitig gegeben werden“, stellt Intensivmediziner Christian Karagiannidis gegenüber Medienvertretern fest. Prominentester Patient, bei dem das Präparat erfolgreich angewendet wurde, war der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten Donald Trump. Dieser war trotz gesundheitlicher Risikofaktoren wenige Tage nach Anwendung der Therapie wieder topfit und ging wie gewohnt seinen Regierungsgeschäften nach. 190.000 Dosen dieses Präparats wurden in Deutschland angeschafft – und landen jetzt im Müll. Ausgehend von einer Wirksamkeit von 70 Prozent würde dies bedeuten, dass etwa 133.000 Menschen in Deutschland vor dem Tod hätten gerettet werden können. Doch daran hatte man offenbar von staatlicher Seite nur wenig Interesse. Denn es gab keine Informationskampagnen für die Bevölkerung, um über diese sinnvolle Behandlungsmethode aufzuklären, und keine strukturierten Angebote an Patienten. Auch die Kassenärztlichen Vereinigungen scheiterten daran, die Therapie besser verfügbar zu machen.

Hat das Bundesgesundheitsministerium leichtfertig Menschenleben aufs Spiel gesetzt, indem bei Corona-Patienten wertvolle Behandlungsmethoden nicht im zur Verfügung stehenden Umfang angewandt wurden? Hat man sich dort – entweder betriebsblind oder um einen Hersteller von Corona-Impfstoffen finanziell zu puschen (?) – auf einseitige Kampagnen versteift und die notwendige Aufklärungsarbeit an der Bevölkerung bezüglich alternativer Behandlungsmethoden unterlassen? Hat dies ggf. mit den mehr als dubiosen Vertragsbedingungen mit dem Impfstoff-Vertreiber Pfizer zu tun, wonach dessen Impfstoff auch dann weiterhin in bestimmten Mengen abzunehmen sei, wenn zwischenzeitlich andere Behandlungsmethoden zur Verfügung stehen? Hier sollte dringend ein Untersuchungsausschuss eingeleitet werden, um das Versagen der zuständigen Behörden und des Bundesgesundheitsministers lückenlos aufzuklären. Denn 133.000 unnötige Todesfälle dürfen nicht ohne Konsequenzen bleiben!

Titelbild Quelle: Martin Kraft, CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia Commons

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