Eine zunehmende Anzahl kleiner Kinder landet seit einigen Wochen mit schweren Atemwegssymptomen im Krankenhaus. Schuld daran ist nicht der Corona-Virus, sondern die restriktive Corona-Politik der zurückliegenden eineinhalb Jahre.

Eine zunehmende Anzahl kleiner Kinder landet seit einigen Wochen mit schweren Atemwegssymptomen im Krankenhaus. Schuld daran ist nicht der Corona-Virus, sondern die restriktive Corona-Politik der zurückliegenden eineinhalb Jahre.

Bei zahlreichen kleinen Kindern brechen derzeit massiv Virusinfektionen aus, die die Kinderkliniken alarmieren. Getrieben werden die Infektionen nach Angaben der besorgten Ärzte vom sogenannten „Respiratorischen Synzytial-Virus“ (RS-Virus). Es handelt sich dabei um eine Atemwegserkrankung, an der auch Erwachsene schwer erkranken können. Besonders gefährlich ist eine Infektion für Frühgeborene, Säuglinge und Kleinkinder. Den Grund für die bisher nicht in dieser Form gekannte Infektionswelle sehen Mediziner darin, dass die Kinder in den letzten beiden Jahren aufgrund der Corona-Einschränkungen meist weniger Kontakte zu Anderen hatten und dadurch auch mit gängigen Krankheitserregern kaum in Berührung kamen. Sie konnten daher nicht die normale und wichtige Entwicklung ihrer Immunabwehr durchlaufen. Das rächt sich jetzt bitter. Denn „jetzt treffen die Keime auf ungeübte Immunsysteme“, stellt Oliver Heinzel fest, Oberarzt am Universitätsklinikum in Tübingen. „Die Kinder können ausgesprochen schwere Lungenentzündungen bekommen. Problematisch ist besonders, dass jetzt zwei Jahrgänge von Kindern aufeinandertreffen, die die Infektion noch nicht durchlaufen haben“, ergänzt Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha. Die Kinderkliniken stehen mittlerweile nach Aussagen von Experten bereits vor einem echten Versorgungsengpass, da ungewöhnlich viele Kleinkinder wegen starker Atemnot in Kinderkliniken eingewiesen werden müssen. In den Praxen der Kinderärzte kommt es derzeit zu einem Anstieg auf 160 bis 180 Prozent der Fallzahlen vor Beginn der Corona-Pandemie. Die Hospitalisierungszahlen haben bereits in den letzten eineinhalb Monaten schon die Zahlen überschritten, die man sonst über fünf Monate erreicht. Und dabei steht der Winter noch bevor. Auch jetzt schon gibt es nach Aussage von Experten Phasen, in denen die Notfallversorgung von Kindern stellenweise nicht mehr adäquat gewährleistet werden kann. Gesundheitsminister Lucha warnt: „Wir müssen alles tun, um einen Kollaps des Systems zu verhindern.“

Auch unter den Kindern in Bayern grassiert das RS-Virus mittlerweile so sehr, dass die Kinderkrankenhäuser bereits kaum noch freie Betten haben. „Alle Kliniken sind am Anschlag“ berichtet der Landesvorsitzende des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Dominik Ewald, gegenüber Medienvertretern. Und erläutert: „Fatal ist, dass die Infektion bestimmte Veränderungen in der Lunge bewirken kann, die auch langfristig zu Folgeproblemen führen kann“. So leiden die Erkrankten dann später häufiger unter Asthma oder einer Überempfindlichkeit der Bronchien. Aufgrund der zurückliegenden Kontaktbeschränkungen machen laut Ewald „jetzt alle auf einmal das durch, was normalerweise nur ein Jahrgang durchmachen würde“. Problematisch dabei ist nach Aussage des Mediziners, dass sich viele Kinder nun in kurzer Zeit einen Infekt nach dem anderen einfangen und dann zu geschwächt sind, um dem RS-Virus noch viel entgegensetzen zu können.

Der Fraktionsvorsitzende der AfD im Bayerischen Landtag und Sprecher für Umwelt-und Verbraucherschutz Christian Klingen stellt hierzu fest:

Die Kinderkliniken in Bayern laufen voll. Schuld daran ist nicht der Corona-Virus, sondern ein bereits länger bekannter Atemwegsinfekt, der aufgrund der langen Kontaktbeschränkungen und der dadurch unterbliebenen normalen Entwicklung des Immunsystems unserer Jüngsten nun mit voller Wucht durchschlägt. Dies zeigt umso eindringlicher, dass Kontaktbeschränkungen für Kinder nicht nur unnütz
sind, sondern ihrer gesunden Entwicklung nachhaltig schaden. Darüberhinaus zeigt diese Entwicklung in den Kinderkrankenhäusern, dass unser Gesundheitssystem mittlerweile insgesamt erkennbar unzureichend aufgestellt ist. Wir sind nicht mehr dazu in der Lage, adäquat zu reagieren, sobald auch nur gewisse Abweichungen vom „Standard“ auftreten. Wir haben keinen Pflegenotstand „durch Corona“, sondern wir haben es hier mit einem generellen „Systemversagen“ zu tun. Die Ursachen hierfür sind darin zu sehen, dass die Tarif-und Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte nach wie vor unzureichend sind, sowie in der Gewinnorientierung von Krankenhäusern, Personalabbau und dem Abbau von Bettenkapazitäten. Es ist Aufgabe der Regierungsverantwortlichen, diesen verhängnisvollen Trend wieder schnellstmöglich umzukehren, um unser Gesundheitssystem wieder leistungsfähig zu machen und unnötige Versorgungsengpässe zu vermeiden!

Der Fraktionsvorsitzende der AfD im Bayerischen Landtag und Sprecher für Umwelt-und Verbraucherschutz Christian Klingen

Quelle: TVAKTUELL

Quelle: FOCUS

Quelle: SWR

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