Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen rasant, und viele fragen sich, wo die Hotspots der Infektionen liegen. Eine Auswertung ergab nun: Knapp drei Viertel aller Warnungen der Gesundheitsämter in Deutschland, die aus der Luca-App generiert wurden, gingen an Besucherinnen und Besucher von Bars und Clubs. Das geht aus einer anonymisierten Auswertung hervor, bei der mehr als 181.000 ausgespielte Warnmeldungen analysiert wurden.

Fast die Hälfte der Warnungen betrafen Clubs (49,1 Prozent), knapp ein Viertel Bars (23,2 Prozent). Kaum eine Rolle hingegen spielten der Einzelhandel (1,0 Prozent), Kinobetriebe (1,7 Prozent) sowie Theater, Museen und Kultureinrichtungen (zusammen 0,9 Prozent). Auch die Bereiche Sport (0,8 Prozent) und Spas/Schwimmbäder (0,6 Prozent) erwiesen sich nicht als Hotspots. Dennoch werden die letztgenannten Bereiche für viele Bürger künftig unzugänglich. Die staatlichen Corona-Maßnahmen werden demnach erkennbar nach dem „Gießkannen-Prinzip“ erstellt und nicht danach, wo es tatsächlich zu einem relevanten Infektionsgeschehen kommt. Das bedeutet zum einen unnötige Freiheitseinschränkungen für zahlreiche Besucher, aber auch unnötige Verdienstausfälle für die Betreiber der betreffenden Lokalitäten.

Quelle: TAGESSCHAU – Titelbild Quelle: Logo der App luca – Public domain, via Wikimedia Commons

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