Krebs durch Babypuder – Von Klagewelle überrollt: Johnson & Johnson greift zum Trick und meldet Insolvenz an

Johnson and Johnson Zentrale New Brunswick, New Jersey, Gemeinfrei

Quelle: FOCUS – Titelbild Quelle: Johnson and Johnson Zentrale New Brunswick, New Jersey, Gemeinfrei

Früher hätte man Menschen, die Babypuder mit Asbest verseuchen, als gefährliche Quacksalber bezeichnet und sie geteert und gefedert. Heute machen Regierungen mit solchen Menschen Milliardenverträge für einen Corona-Impfstoff…

Auch dank seines Covid-Impfstoffes gehört Johnson & Johnson zu den größten und profitabelsten Pharma-Konzernen der Welt. Trotzdem meldet der Riese jetzt Insolvenz im Bundesstaat North Carolina an. Dahinter steckt ein Trick, der Schadensersatz-Zahlungen verhindern soll. An der Börse ist das Unternehmen aktuell rund 430 Milliarden Dollar wert, die Cash-Reserven liegen bei 25 Milliarden Dollar. Trotzdem steckt Johnson & Johnson jetzt in einem Insolvenzverfahren, denn der Pharmariese versucht auf diese Weise milliardenschweren Entschädigungszahlungen zu entgehen. Der Grund für die Klagewelle: Im Jahr 2015 hatte ein Gericht in St. Louis es als erwiesen angesehen, dass Frauen von einem bestimmten Baby-Puder, das Johnson & Johnson seit Jahrzehnten vertreibt, ein höheres Risiko für Krebs in den Eierstöcken bekommen. Das Puder wurde auch von vielen erwachsenen Frauen täglich zur Hygiene benutzt. Viele erkrankten und starben an den Folgen. Anwälte konnten nachweisen, dass der Hersteller seit Jahrzehnten wusste, dass der Talk in dem Puder manchmal mit Asbest verunreinigt war – trotzdem verkaufte er das Produkt weiter und zielte mit Werbung sogar speziell auf arme Personengruppen in den USA, die meistens nicht so informiert über die Gesundheitsrisiken von Produkten waren. 38.000 Opfer haben den Hersteller bereits verklagt, ihre Zahl könnte in den kommenden Jahren und Jahrzehnten noch deutlich steigen. Schließlich kann Krebs auch noch nach Jahrzehnten ausbrechen. Mit einem miesen juristischem Trick versucht der Konzern nun die Entschädigungen zu minimieren und die Opfer um einen zumindest finanziellen Ausgleich für ihre schwere Erkrankung zu bringen.

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