China beim UN-Klimagipfel: 200 neue Kohlekraftwerke im Bau: China trickst die EU klimapolitisch brutal aus

Quelle: FOCUS – Titelbild Quelle: Chinesischer Präsident Xi Jinping’s in Korea in der der Seouler Nationalen Universität – Korea.net / Korean Culture and Information Service (Photographer name), CC BY-SA 2.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0, via Wikimedia Commons

Deutschland ist der Musterschüler im Hinblick auf die „Klimarettung“ und glaubt, alle Welt werde alsbald seinem leuchtenden Beispiel folgen und die Energiegewinnung „transformieren“. Doch der Musterschüler merkt offenbar gar nicht, dass sich seine Mitschüler auf den umliegenden Bänken bezüglich seines Eifers vor Lachen biegen und genau das Gegenteil tun von dem, was er von ihnen erwartet. Während Deutschland also in nächster Zeit seine letzten Kohlekraftwerke stilllegen will, baut man derweil im Ausland ein Vielfaches an neuen Kohlekraftwerken hinzu.

Chinas Präsident Xi Jinping hat den UN-Klimagipfel bewusst geschwänzt. Denn beim Gipfeltreffen in Glasgow hätte er sich massive Kritik anhören müssen. Schließlich ist China nicht nur der mit Abstand weltgrößte CO2-Emittent und verschmutzt die Atmosphäre mehr alle anderen Industrieländer zusammen. 60 Prozent des dortigen Stroms kommen aus schmutzigen Kohlekraftwerken. Mehr als 200 neue Kohlekraftwerke sind sogar im Bau und 150 weitere Kohleminen werden bald neu eröffnet. Auch in Indien wird die Kohleverstromung wird massiv ausgebaut. Indiens Kohlekraftwerke produzieren zwei Drittel des dort verbrauchten Stroms. Im Rahmen des Corona-Wiederaufbauprogramms hat die indische Regierung gerade die Erschließung von 40 neuen Kohlegruben beschlossen. Der Staats-Konzern „Coal India“ baut im ganzen Land neue Kohlekraftwerke, schon jetzt sind 280 davon im Vollbetrieb. Aus Delhi heißt es dazu : Erneuerbare Energien würden Indiens wirtschaftliche Zukunft nicht ermöglichen. Der Plan dahinter: Eiskaltes Wettbewerbskalkül. Europa – und Exportland Deutschland – soll mit teurer Energie vom Weltmarkt verdrängt werden. Die Folge: Die künftig in der Welt vertriebenen Güter werden nicht energiebewusster oder sonstwie umweltfreundlicher hergestellt werden, sondern die Umwelt noch stärker belasten als bisher. Denn Themen wie Reinhaltung von Luft und Boden, Gewässerschutz, Verbraucherschutz und Tier-und Umweltschutz sind gerade in China nach wie vor Fremdwörter. Alles im Land wird dort Profit und Machterhalt einer kleinen Gruppe von Funktionären untergeordnet. Giftige Substanzen in der Umwelt und Raubbau an der Natur gehören dort zur Tagesordnung.

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