News zur Corona-Pandemie: Lauterbach: „Jeder, der in einen Innenraum geht, muss mit einem Impfdurchbruch rechnen“

ColognePride 2021, CSD-Veedel rund um die Lanxess-Arena - Polittalk. Zu Gast waren:Madeleine Eisfeld (Die Linke), Dr. Sandra von Möller (CDU), Dr. Karl Lauterbach (SPD), Sven Lehmann ( Die Grünen) und Jens Brandenburg (FDP), Foto: Dr. Karl Lauterbach (SPD), © Raimond Spekking
Audiopodcast: News zur Corona-Pandemie: Lauterbach: „Jeder, der in einen Innenraum geht, muss mit einem Impfdurchbruch rechnen“

Quelle: FOCUS – Titelbild Quelle: ColognePride 2021, CSD-Veedel rund um die Lanxess-Arena – Polittalk. Zu Gast waren:Madeleine Eisfeld (Die Linke), Dr. Sandra von Möller (CDU), Dr. Karl Lauterbach (SPD), Sven Lehmann ( Die Grünen) und Jens Brandenburg (FDP), Foto: Dr. Karl Lauterbach (SPD), © Raimond Spekking

Bitte halten Sie sich im kommenden Winter so weit wie möglich von Innenräumen fern. Denn „Corona-Experte“ Karl Lauterbach warnt: Jeder, der in einen Innenraum geht, muss mit einem „Impfdurchbruch“ rechnen.

Zwei Augen starren panisch über eine FFP2-Maske hinweg. Weihnachten naht. Und dann geht es auf die Karnevalssaison zu. Alle öffentlichen Veranstaltungen werden wohl nur noch unter dem „Prädikat“ 2G laufen. Der SPD-Politiker und Gesundheitsexperte Karl Lauterbach befürchtet dennoch, dass der Karneval zu einem „Superspreader-Event“ werden kann. Denn auch mit 2G seien Veranstaltungen in Innenräumen eine „Riesengefahr“, sagte Lauterbach gegenüber Medien. Auch wenn für Saalveranstaltungen 2G gelte, schaffe das keine wirkliche Sicherheit, weil der Impfschutz bei vielen schon nachlasse. „Jeder, der in einen Innenraum geht, muss mit einem Impfdurchbruch rechnen“, warnte Lauterbach. „Diese Impfdurchbrüche darf man nicht unterschätzen. Zum Glück ist es so, dass die ganz schweren Verläufe nicht so häufig sind. Aber dennoch sind viele Impfdurchbrüche schwerer, als der Laie sich das vorstellt. Sie können auch zu Long Covid führen.“

Zahlreiche Menschen haben sich gegen Corona impfen lassen – oft nicht so sehr, weil sie tatsächlich eine Erkrankung mit dem Virus fürchten, sondern weil sie wenigstens wieder ein Fitzelchen ihrer ursprünglichen Freiheit zurückgewinnen wollten. Sie haben sich auf ihr „neues Normal“ gefreut, bei dem sie nach dem „kleinen Pieks“ wieder vermeintlich unbeschwert ohne Test ins Restaurant gehen oder ein Konzert oder eine andere größere Veranstaltung besuchen dürfen. Es erinnert teilweise etwas an Vollzug, wo man sich durch „Wohlverhalten“ ein paar Punkte für zusätzlichen „Hofgang“ hinzuverdienen kann. Und nun das: Trotz vollständiger Impfung soll den artigen Bürgern offenbar der Fasching vermiest werden. Sollen dennoch Veranstaltungen vermieden werden. Weil man der Impfung offenbar nun selbst nicht mehr so sehr vertraut, wie einst im Vorfeld angekündigt. Denn die immer häufiger werdenden „Impfdurchbrüche“ sind offenbar doch öfter schwerer, als es sich der Laie vorstellen kann – und als man es sonst in der Öffentlichkeit darstellt. Nach 2G und 2G + wäre am Ende noch eine weitere Verschärfung denkbar: 1G +. Das entspräche dann „Lauterbach ganz für sich alleine“. Und dann ist endlich alles gut. Und die Panik weicht – zumindest für den Moment – aus den geweiteten Augen…!

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