Gott* oder Gott+: Junge Katholiken erwägen Gott mit Gendersternchen

Magda Ehlers, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons

Quelle: TAGESSPIEGEL – Titelbild Quelle: Magda Ehlers, CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia Commons

Audio Podcast: Gott* oder Gott+: Junge Katholiken erwägen Gott mit Gendersternchen

Sind Sie praktizierender Christ? Dann kennen Sie gewiss auch das „Vater unser“. Und waren bislang davon überzeugt: Der damit gemeinte „Vater“ war ein Mann. Und irgendwie war er ja schließlich auch für die Empfängnis Marias und die Zeugung seines Sohnes Jesus „verantwortlich“. Doch wenn Sie bislang dachten, dass Ihr Glaube und das Heilige Testament vor den irrsinnigen Auswüchsen der Gender-Gaga-Front verschont bleibe, so müssen wir Sie nun leider eines besseren belehren. Denn die sogenannten „Jungen Katholiken“ erwägen, „Gott“ künftig mit einem „Gendersternchen“ zu versehen. Damit künftig nicht mehr jeder damit das Bild eines „alten weißen Mannes“ in Verbindung bringe.

Ein katholischer Verband erwägt, Gott künftig mit einem Gendersternchen zu schreiben. Die Schreibweise wäre dann „Gott*“. Eine andere Option, die ebenfalls derzeit diskutiert wird, ist „Gott+“, also mit einem Pluszeichen, das aber auch als Kreuz gelesen werden könnte. All das solle deutlich machen, dass Gott nicht automatisch als alter weißer Mann mit Bart gedacht werden könne. „Wir haben noch keine Beschlusslage dazu, aber wir wollen auf jeden Fall etwas ändern“, sagte Rebekka Biesenbach, die Geistliche Bundesleiterin der Katholischen jungen Gemeinde (KjG), gegenüber Medienvertretern. „Die Leitfrage ist: Was können wir tun, um das an vielen Stellen sehr männlich geprägte Gottesbild in die Vielfalt zurückzubringen, die es verdient?“. In gesprochener Sprache könnte man das Sternchen oder das Plus dann gegebenenfalls mitsprechen. „Darüber bilden wir uns derzeit noch ein Urteil.“ Entscheidungen könnten bei der nächsten Bundeskonferenz Ende März/Anfang April 2022 in Odenthal im Bergischen Land fallen.

Sollten Sie im kommenden Jahr während Predigten den Eindruck gewinnen, Ihr Pfarrer leide an einem anhaltenden Schluckauf, dann machen Sie sich bitte zumindest über seinen körperlichen Gesundheitszustand keine unnötigen Sorgen: Er versucht dann wohl nur, das sogenannte Gendersternchen bei Gott – und womöglich auch bei Jesus und dem Heiligen Geist – in ansprechender Form zu intonieren. Ob aus der Mutter Gottes, Maria, dann ebenfalls Maria* oder Maria+ oder sonst irgendeine non-binär gesprochene Person werden wird, wissen wir derzeit leider noch nicht einzuschätzen. Es ist aber auch zum Haare raufen. Bei sage und schreibe drei (!!!) der wichtigsten Vertreter der christlichen Religion scheint es sich doch tatsächlich – zumindest bislang – um zumindest „weiße Männer“ zu handeln, wobei es sich beim Heiligen Geist doch eher um die Darstellung einer „weißen“ Taube (bzw. eines „Taubers“?) handelt. Dem muss natürlich nun schleunigst entgegengewirkt werden. Denn schließlich können sich doch Frauen oder „non-binäre“ Menschen wohl kaum von einer männlichen Gottheit – oder Vaterfigur – vertreten fühlen, oder? Und was ist eigentlich mit den Heiligen Drei Königen, die Maria und Jesu zur Geburt gratulierten? Muss hier nicht auch dringend über das Gendersternchen nachgedacht oder „zur Parität“ zumindest eine (!) Königin aus dem Morgenland in das Testament eingeschleust werden? Natürlich wäre ersatzweise auch eine künftige Schreibweise „Könige aus dem Morgenland (m,w,d)“ denkbar. Maria, bislang „Mutter“ Gottes bzw. Jesu, könnte in einer gendergerechten Version der Bibel künftig mit „gebärende Mensch*in“ oder „Jesu Elter 1“ umschrieben werden. Oder wir lassen die Bibel einfach so, wie sie ist. Denn Glaube lässt sich nicht von Genderwahn beirren!

Print Friendly, PDF & Email
Was meinen Sie dazu?
+1
0
+1
0
+1
1
+1
2.7k
+1
2
Share this page to Telegram

4 thoughts on “Gott* oder Gott+: Junge Katholiken erwägen Gott mit Gendersternchen

  • Gott ist eindeutig divers!

  • Welche Hautfarbe „Gott“ hat ist mir egal, auch welchen Geschlechtes er ist, ob es ihn/sie/es überhaupt gibt bleibt fraglich, eine Glaubensfrage, Gott hat viele Namen, je nachdem in welcher Religion.

  • Jetzt kommt dann noch der Rassismus dazu: ist Gott weiss?
    Kônnte doch auch ein Schwarzer gewesen sein!

  • Gott und Gender: Der Irrsinn ist am Gipfel angekommen.
    Wie wârs mir einem Gender Papst…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.