Demi Lovato in VEVO 2015 - Soho Media GroupPRO, CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons
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Immer, wenn man glaubt, es könne nicht mehr irrer werden, wird man kurz darauf eines Besseren belehrt. Gibt es irgendwo da draußen Außerirdische, fragte sich schon so mancher berühmte Schriftsteller und Forscher. Die englische Übersetzung für den Begriff Außerirdischer lautet „Alien“. Und dieser Begriff sei, nach Auffassung einer US „Popstar*in“ und ehemaligen Disney-Darstellerin, abfällig und diskriminierend.

Die US-Popstar*in und Schauspielerin Demi Lovato setzt sich für mehr politische Korrektheit ein – und zwar gegenüber Außerirdischen. Die Bezeichnung „Aliens“ sei beleidigend und deshalb schlage sie auch gleich vor, welchen Begriff man stattdessen verwenden soll. Sie selbst nenne diese gerne ETs. Inwieweit eventuell existierende Außerirdische diesen Begriff für sich selbst passender finden, mag dahingestellt bleiben – nicht jeder wird gerne mit einem etwas runzligen „Etwas“ verglichen, dessen sprachliche Fertigkeiten doch etwas einseitig und rudimentär wirken ((„ET nach Hause telefonieren“) und das in erster Linie eher bei noch sehr kleinen Mädchen seine Fangemeinde hatte. Doch die Musikerin wirkt selbst in gewisser Weise, als sei sie von irgendeinem anderen Stern gelandet. Denn im Rahmen ihrer „Forschungen“ zu Außerirdischen hat sie nach eigenen Erzählungen auch selbst schon eine paranormale Erfahrung gemacht. „Wir sind in Joshua Tree in die Wüste und ich habe diese blaue Kugel gesehen, die ungefähr 15 Meter entfernt war, vielleicht weniger, und es war so, als würde man über dem Boden schweben“. Aha. Womöglich ist ihr am Ende auch nur ein Drink nicht so ganz bekommen. Wer kann das schließlich schon wissen. Auch am Tag ihres 28. Geburtstags sei es zu einer ähnlichen Erfahrung gekommen. Während ihrer Party sei „etwas direkt über uns am Himmel“ auftaucht, das „riesige Lichter“ gehabt habe und „fast wie ein Fragezeichen“ ausgesehen habe. Der „Stoff“ an dem Abend hatte es wohl in sich. Von Medien nun danach gefragt, ob sie denn jetzt konkrete Details vorweisen könne, antwortete der ehemalige Disney-Star: „Nun, da dies noch von keiner Regierung bestätigt wurde, wünschte ich, ich könnte Ihnen Fakten sagen, aber ich habe keine!“. Na denn. Lovato hatte sich im Mai bereits als „non-binär“ erklärt, also dass sie sich weder als Mann noch Frau sieht. Seitdem möchte sie selbst auch mit dem geschlechtsneutralen Pronomen „they“ angesprochen werden. Das klingt, als fühle sie sich selbst als „viele“.

Das Thema „Political Correctness“ treibt immer seltsamere Stilblüten. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass entsprechende Weltliteratur von namhaften Science-Fiction-Autoren wie Isaac Asimov und Robert Heinlein nicht wie bereits verschiedene Märchen und Kinderbücher der gedankenverdrehten linksbunten Zensur zum Opfer fällt und am Ende alles zu ETs mutiert. Denn sollte es tatsächlich irgendwo da draußen intelligentes Leben geben – es stünde zu befürchten, das dieses angesichts der immer irrer anmutenden Genderideologien und Sprachverhunzungen einen weiten Bogen um die Erde machen würde. Mit derlei ideologischer Verblendung, die hier um sich greift, würde sich wohl kein Alien, der etwas auf sich hält, infizieren wollen…!

Quelle: WELT

Titelbild Quelle: Demi Lovato in VEVO 2015 – Soho Media GroupPRO, CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons

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