Härtere 2G-Regel – Erstes Bundesland macht ernst: Reicht der gelbe Impfpass bald nicht mehr aus?

Impfpass mit Eintragungen der beiden Impfungen mit Tozinameran im Impfzentrum Erlangen, Februar 2021 - Superikonoskop, CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia Commons

Bislang konnten gegen Corona geimpfte Personen wahlweise ihren gelben Impfpass vorzeigen oder einen digitalen Nachweis auf dem Smartphone. Doch in Berlin wird der gelbe Impfpass künftig nicht mehr anerkannt, sobald bei einer Veranstaltung die sogenannte 2G-Regel gilt. Stattdessen erhalten Geimpfte nur noch dann Zugang zu Veranstaltungen, wenn sie ein digitales Impfzertifikat über die CovPass-App oder die Corona-Warn-App vorzeigen.

Berlin setzt demnächst als erstes Bundesland eine Neuerung um. Wer am öffentlichen Leben teilnehmen will, braucht künftig mehr als den gelben Impfausweis. Denn der altbewährte Nachweis wird auf Veranstaltungen nicht mehr anerkannt. Laut Beschluss des Berliner Senats müssen „die Nachweise digital verifiziert und mit einem Lichtbildausweis abgeglichen werden“. Es ist daher künftig notwendig, ein digitales Impfzertifikat über die CovPass-App oder die Corona-Warn-App vorzuzeigen. Wer kein Smartphone hat, für den gilt nur noch der Ausdruck des digitalen Impfzertifikates, auf dem ein QR-Code abgebildet sein muss.

Die Regierung und die Behörden von Berlin erkennen also ein offizielles Dokument, das im übrigen von allen EU-Staaten im internationalen Verkehr problemlos akzeptiert wird, nicht mehr an. Statt dessen schreitet die Digitalisierung (und damit letztendlich auch Überwachung) in Deutschland zunehmend voran. Und das für ganz alltägliche und eigentlich banale Angelegenheiten wie einen Restaurantbesuch oder die Besichtigung eines Museums. Da fühlt man sich doch irgendwie an eine altbekannte Berliner Redewendung erinnert: „Nachtigall, ick hör dir trapsen“…!

Quelle: FOCUS

Titelbild Quelle: Impfpass mit Eintragungen der beiden Impfungen mit Tozinameran im Impfzentrum Erlangen, Februar 2021 – Superikonoskop, CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia Commons

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