Nebenwirkungen: Nach Impfung erkrankt: Berliner Opernsängerin erhebt schwere Vorwürfe gegen Arzt

Symbolbild, Robin Müller, CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons

Werden Komplikationen und unerwünschte Nebenwirkungen der Corona-Impfung womöglich nicht zuverlässig gemeldet und damit die Statistiken verfälscht? Eine erkrankte Berliner Opernsängerin erhebt schwere Vorwürfe gegen ihren Arzt.

Die Berliner Opernsängerin Bettina Ranch ließ sich vor etwa einem Monat gegen Corona impfen. Wenig später bekam sie Kopfschmerzen und begann zu frieren. Zudem wurde ihr schwindelig und sie bemerkte Veränderungen an ihrer Sing- und Sprechstimme. Daraufhin begab sie sich in ärztliche Behandlung. Die Mediziner stellten bei ihr eine „Ataxie“ (Störung der Bewegungskoordination) und eine „leichte Facialisparese“ (Lähmung der Gesichtsmuskulatur) fest. Die Sängerin musste daraufhin sämtliche Auftritte absagen und ist weiterhin in ärztlicher Behandlung. Und sie erhebt schwere Vorwürfe gegen einen der behandelnden Ärzte. So hat sich der von ihr konsultierte Neurologe offenbar schlichtweg geweigert, eine Meldung über den Verdacht der Nebenwirkungen zu machen. Er habe zu ihr gesagt: „Wenn ich das alles melden sollte, könnte ich die Praxis zumachen. Dafür habe ich keine Zeit.“ Sie solle sich doch selbst beim Gesundheitsamt darum kümmern. Auch der Entlassungsbericht des Krankenhauses hat offenbar nicht den Tatsachen der Einweisung entsprochen. Bettina Ranch fühlt sich „machtlos, hilflos, wütend, traurig“. Sie hat ihren Fall dann letztendlich selbst dem Paul-Ehrlich-Institut gemeldet. Auch heute noch leidet die Opernsängerin an schweren gesundheitlichen Problemen. Es gehe ihr seitdem „weitestgehend unverändert, mal besser, mal schlechter“. Sie wünscht sich, dass Patienten, bei denen es zu Komplikationen gekommen ist, mit ihren gesundheitlichen Problemen ernster genommen werden. Die Sängerin hofft zudem, dass Menschen, die an Nebenwirkungen leiden, „nicht einseitig in eine gesellschaftlich-ideologische, oder gar psychosomatische Schublade gesteckt werden“ und dass es nun auch einen offenen Umgang mit den Nebenwirkungen der Impfungen gibt.

Immer wieder kommt es im Zusammenhang mit Corona-Impfungen zu (teils auch längerfristig anhaltenden) Nebenwirkungen. Hier ist sowohl seitens der behandelnden Ärzte, als auch seitens der Politik und der Gesellschaft ein offener und ehrlicher Umgang mit den Folgeerscheinungen notwendig. Es darf nicht sein, dass hiervon Betroffene mit ihren gesundheitlichen Beeinträchtigungen alleine gelassen oder gar in irgendeiner Weise stigmatisiert werden. Und es kann keinesfalls angehen, dass behandelnde Ärzte beim Auftreten von Komplikationen diese sozusagen „unter den Tisch fallen lassen“ und nicht an die zuständigen Behörden weitermelden, sondern es dem betroffenen und gesundheitlich eingeschränkten Patienten selbst überlassen, ob dieser sich seinerseits mit den zuständigen Stellen in Verbindung setzt oder nicht. Es ist Aufgabe der Medizin, der zuständigen Behörden und der Politik, sich mit diesem Thema verantwortungsbewusst auseinanderzusetzen und medizinische Daten, die im Normalfall im Rahmen ausführlicher klinischer Studien im Vorfeld einer Medikamentenzulassung erhoben würden, nun zumindest jetzt im „Feldversuch“ sorgfältig zu erfassen und auszuwerten. Wenn man Menschen hartnäckig und eindringlich empfiehlt, ein Präparat wiederholt – oder wie es mittlerweile aussieht – langfristig/auf Dauer anzuwenden, dann darf dies aus ethischer und rechtlicher Sicht nur geschehen, wenn man sich der damit verbundenen Risiken wohl bewusst ist und sich auch der damit behandelte Mensch umfassend informieren und seine Risiken abwägen kann. Es ist daher von einem seriösen Arzt zwingend zu erwarten, dass er hier im Interesse der Bevölkerung handelt und Komplikationen und Folgeerkrankungen unverzüglich an die zuständigen Stellen weitergibt. Und diese dann ihre Erkenntnisse „ohne Netz und doppelten Boden“ zeitnah und für jedermann zugänglich veröffentlichen!

Quelle: BERLINER ZEITUNG

Titelbild Quelle: Symbolbild, Robin Müller, CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons

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