DXR, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons

Eindeutig der falsche Weg. In Neuseeland werden jetzt nach einem islamistischen Attentat alle Messer aus Supermärkten verbannt. Doch das Problem sind nicht die Messer, sondern die Menschen, die sie als Waffe missbrauchen

Am vergangenen Freitag erschoss die Polizei einen Mann, der in Auckland in einem Supermarkt mit einem Messer aus dem Geschäft insgesamt sieben Menschen verletzt hatte, drei davon schwer

Laut der neuseeländischen Ministerpräsidentin Jacinda Ardern ist der Angreifer Anhänger der Ideologie des „Islamischen Staats“ (IS) gewesen. Der aus Sri Lanka stammende Mann lebte bereits seit zehn Jahren in Neuseeland und stand seit 2016 unter Beobachtung der Sicherheitsbehörden. Nach der Messerattacke hat die betroffene Supermarktkette alle Scheren und Messer aus den Regalen entfernt. Die Supermarktkette überlegt außerdem, ob die scharfen Gegenstände künftig überhaupt noch verkauft werden sollen. Wie lokale Medien berichten, haben auch andere Supermärkte Messer aus dem Verkauf genommen.

Es ist natürlich eine „brillante“ Idee, in Geschäften künftig keine Scheren und Messer mehr zu verkaufen. Dann werden Attentate eben statt dessen künftig mit Macheten, Schraubenziehern, Äxten und anderen Werkzeugen verübt. Oder mit Stuhlbeinen, Zaunlatten, Besenstilen und anderen Alltagsgegenständen. Denn das Problem sind ja nicht die Werkzeuge an sich, sondern Menschen, die diese als Waffe missbrauchen. Wäre es denn da nicht deutlich sinnvoller und effektiver, die Täter künftig entsprechend hart zu bestrafen? Oder eine Zuwanderung zu stoppen von Denjenigen, die unsere westliche Kultur und Lebensweise zutiefst verachten und diese letztendlich zu vernichten beabsichtigen? Der Täter aus Neuseeland stand bereits seit fünf Jahren – offenbar als Gefährder – unter Beobachtung der dortigen Sicherheitsbehörden. Weshalb wurde er nicht längst ausgewiesen, sondern statt dessen riskiert und billigend in Kauf genommen, dass er – nicht ob, sondern lediglich wann – eines Tages Menschen erheblich verletzt oder gar tötet? Der verzweifelte Versuch bunt-toleranter Gutmenschen, die Gesellschaft durch unsinnige Präventivmaßnahmen wie die Verbannung von bestimmten Gebrauchsgegenständen aus Geschäften vermeintlich sicherer zu machen, ist zum Scheitern verurteilt. Was hilft ist ein Umdenken im Hinblick auf Migrationspolitik und ein funktionierender Rechtsstaat, der Gefährder begrenzt und nicht die vergleichsweise riesige Masse an ungefährlichen und rechtstreuen Bürgern!

Quelle: SPIEGEL

Titelbild Quelle: DXR, CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia Commons

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