Gras-Ober, Wikipedia/Wikimedia Commons (cc-by-sa-3.0), CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons

Im beschaulichen bayerischen Miesbach hat eine Großfamilie aus Rumänien gewaltsam versucht, ein dort in Gewahrsam genommenes Familienmitglied zu befreien und dabei nicht nur die örtliche Polizei „lahmgelegt“

Zahlreiche Einsatzkräfte aus umliegenden Inspektionen mussten ihren Kollegen zu Hilfe eilen

Mit einem Großeinsatz von 135 teils schwer gerüsteten Einsatzkräften musste die Polizei am vergangenen Dienstag ihre eigene Inspektion im oberbayerischen Miesbach schützen. Die Dienststelle wurde von zahlreichen Mitgliedern einer Großfamilie regelrecht belagert. Ein 22-jähriger Mann aus dieser Familie musste die Nacht auf der Wache verbringen, weil ihn die dortigen Beamten wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauchs eines der Familie angehörenden Kindes im Vorschulalter vorläufig festgenommen hatten. Zeugen hatten zuvor der Polizei von einem möglichen Missbrauch auf einer öffentlichen Toilette im nahegelegenen Hausham berichtet. In dem Ort hatte die reisende Großfamilie, die nach Polizeiangaben aus Rumänien kommt und in Deutschland nicht über feste Wohnsitze verfügt, offenbar schon für eine längere Zeit Station gemacht. Nachdem die Polizei das Kind und seine Mutter zur Befragung abgeholt hatten, kamen rund 25 Familienmitglieder vor die Miesbacher Inspektion und verlangten dort immer aggressiver die Freilassung des Beschuldigten. Dabei warfen sie mit Steinen und Schuhen und versuchten, mit Gewalt in das Gebäude einzudringen. Daraufhin mussten zahlreiche Beamte aller umliegenden Inspektionen, der Kriminalpolizei, der Bundespolizei sowie Unterstützungskräfte aus München zur Unterstützung ihrer Kollegen nach Miesbach. Die Beamten waren dabei gezwungen, sich selbst und die Inspektion mit Pfefferspray und Schlagstöcken zu verteidigen. Die Umgebung der Inspektion und des Volksfestplatzes war für längere Zeit für den Verkehr gesperrt, ein Polizeihubschrauber kreiste derweil über der Stadt. Mitglieder der hoch aggressiven Familie wurden nun wegen Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Körperverletzung angezeigt, gegen den wegen Kindesmissbrauchs Verdächtigen wurde zwischenzeitlich Haftbefehl erlassen.

Immer häufiger werden in den zurückliegenden Jahren tätliche Angriffe gegen die Polizei und nachhaltige Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Auch Großeinsätze mit Unterstützung von Einsatzkräften aus umliegenden Regionen werden dabei immer öfter nötig, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Und das nicht nur in Großstädten, sondern auch im ländlichen Raum und auch im vermeintlichen „Musterstaat“ Bayern. Derartige Einsätze zeigen nicht nur die Hilflosigkeit von Einsatzkräften und die personelle Überforderung der Ordnungshüter, die insbesondere auf dem flachen Land zunehmend „ausgedünnt“ wurden. Es zeigt auch das wachsende Gewaltpotenzial von Tätern und Tätergruppen, die offensichtlich keinerlei Respekt vor Polizeibeamten und unserem Rechtsstaat haben und die nur noch mit Mühe und einer deutlichen Übermacht an Einsatzkräften zu bändigen sind. Und es zeigt die Gefahr, dass die öffentliche Sicherheit und Ordnung auch im Freistaat Bayern nicht mehr aufrecht erhalten werden könnte, sollten sich derartige Einsätze weiter häufen und innerhalb kurzer Zeit an verschiedenen Stellen „Unruheherde“ entstehen, weil dann für mehrere größere Einsätze auch überregional nicht mehr genügend Personal zur Verfügung stünde!

Quelle: SÜDDEUTSCHE – Bildquelle Titel: Gras-Ober, Wikipedia/Wikimedia Commons (cc-by-sa-3.0), CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons

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Großfamilie will Polizeiinspektion stürmen. Im beschaulichen bayerischen Miesbach hat eine Großfamilie aus Rumänien gewaltsam versucht, ein dort in Gewahrsam genommenes Familienmitglied zu befreien und dabei nicht nur die örtliche Polizei „lahmgelegt“.Zahlreiche Einsatzkräfte aus umliegenden Inspektionen mussten ihren Kollegen zu Hilfe eilen.

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