„Auskundschaftende Person“ anstatt „Spion“ – SOLL MAN SO JETZT IN ÄMTERN REDEN?

Lotus Esprit aus dem James Bond Film "Der Spion, der mich liebte",1977 auf einer Ausstellung 1998, Jörg Behrens, CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons

Man müsste selbst James Bond-Klassiker umbenennen

Bestimmt kennen auch Sie den berühmten James Bond Klassiker „Die auskundschaftende Person, die mich liebte“. Falls Sie nun etwas verwirrt sein sollten: So oder so ähnlich hieße der Film heute, wenn es nach den verwirrten Sprachverdrehern von der Gender-Gaga-Front geht

Ob Bonn, Berlin, Köln, Lübeck, Hannover, Dortmund oder Bremen: In immer mehr bunten Stadtverwaltungen werden die Mitarbeiter dazu angehalten, nur noch „gendergerechte“ und „diskriminierungsfreie“ Ausdrücke zu verwenden. Dabei ist offenbar keine Wortschöpfung zu grotesk. Das bislang verrückteste Beispiel befindet sich auf der Homepage der Stadt Bonn. Dort findet sich ein Sprachleitfaden für Mitarbeiter mit dem Namen „Geschickt Gendern“. Dort wird davor gewarnt, das Wort „Spion“ zu verwenden. Der James Bond Film „Der Spion, der mich liebte“ würde demnach heute „Die auskundschaftende Person, die mich liebte“ heißen. Denn natürlich, auch ein Spion – eigentlich nach geltendem Recht ein Straftäter – hat schließlich in deutschen Kommunen einen Anspruch darauf, respektvoll bezeichnet und nicht „diskriminiert“ zu werden. Leider findet sich der hässliche Begriff „Spionage“ nach wie vor im deutschen Strafgesetzbuch. Wir dürfen gespannt sein, wann sich die Gender-Gaga-Front auch dieses grundlegende juristische Werk vornehmen und munter darin redigieren wird.

Darüberhinaus werden Anwohner künftig als „alle, die in dieser Straße wohnen“ bezeichnet. Der bekannte „Schützenkönig“ mutiert nun zur „treffsichersten Person“ des Wettkampfs. Ein Angler wird in Zukunft zur „Fisch fangenden Person“ oder zum „Angelmenschen“. Und aus Terroristen und Salafisten werden nun „Terrorisierende“ und „salafistische Personen“. Es wäre ja schließlich unerträglich, wenn sich eine weibliche Terroristin oder Salafistin von Behördenvertretern aufgrund ihrer Eigenschaft als Menschin mit Menstruationshintergrund anhand der bisherigen Wortbezeichnung sexuell diskriminiert fühlen könnte.

Natürlich gibt es solch wichtige und dringend notwendige Wortkreationen nicht einfach so für lau. Grundlage für diese Neuschöpfungen sind von Aktivisten erstellte Leitfäden wie beispielsweise der durch Steuermittel geförderte Diversity-Sprachführer „Genderleicht“. Dort werden Wörter wie „Drachen“ zu „Drachin“ oder „Wichtel“ zu „Wichtel*innen“ umgewandelt. Seit dem Jahr 2018 hat das von Journalisten geführte Projekt insgesamt 273.524 € vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erhalten.

Das brisante an den kommunalen Leitfäden: Sie sind nicht freiwillig, sondern verpflichtend. Wie eine Anfrage der BILD-Zeitung ergeben hat, ist in den Verwaltungen von Bonn, Köln, Lübeck und Hannover das Gendern der Sprache verbindlich. Die Mitarbeiter müssen sich also an die Sprachleitlinien halten. Im Lübecker Leitfaden wird den weiblichen Mitarbeitern sogar vorgeschrieben, wie sie über sich selbst reden sollen: Wenn Frauen von sich „in der männlichen Form“ reden – beispielsweise indem sie sagen „ich bin jemand, der“ – dann stünden sie „nicht zur ihrer Weiblichkeit“. Und werden dort bei Missachtung dieses ganzen Irrsinns explizit auf ihr Fehlverhalten angesprochen. Das ist nicht nur übergriffig, sondern zeigt auch die mangelnde „Diversity“-Sensibilität der „Sprachpolizisten“. Denn woher wollen diese eigentlich wissen, ob die angesprochene Mitarbeiterin sich tatsächlich als Frau sieht und fühlt oder überhaupt eine binäre Person ist? Genau genommen ist diese plumpe Annahme der Geschlechtszugehörigkeit aufgrund äußerer Merkmale reichlich sexistisch. Da müsste doch eigentlich noch dringend ein entsprechender weiterer Leitfaden dazu her…

Quelle: BILD – Bildquelle Titel: Lotus Esprit aus dem James Bond Film „Der Spion, der mich liebte“,1977 auf einer Ausstellung 1998, Jörg Behrens, CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons

Lotus Esprit aus dem James Bond Film "Der Spion, der mich liebte",1977 auf einer Ausstellung 1998, Jörg Behrens, CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons
„Auskundschaftende Person“ anstatt „Spion“ - SOLL MAN SO JETZT IN ÄMTERN REDEN? Man müsste selbst James Bond-Klassiker umbenennen. Bestimmt kennen auch Sie den berühmten James Bond Klassiker „Die auskundschaftende Person, die mich liebte“. Falls Sie nun etwas verwirrt sein sollten: So oder so ähnlich hieße der Film heute, wenn es nach den verwirrten Sprachverdrehern von der Gender-Gaga-Front geht.  

Lotus Esprit aus dem James Bond Film „Der Spion, der mich liebte“,1977 auf einer Ausstellung 1998

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