Heinrich Stürzl, Public domain, via Wikimedia Commons

Denn Grünen-Wähler fahren am liebsten SUV

Gilt das hehre Ziel „Klimaschutz“ nur für andere?

Diesen Eindruck könnte man gewinnen, wenn man das Konsumverhalten zahlreicher Wähler der Grün*innen betrachtet. Denn die selbsternannten „Klima-und Weltenretter“ stehen überproportional häufig auf PS-starke PKW mit hohem Spritverbrauch.

Eine Umfrage zum Thema „SUV-Nutzung in Deutschland“ befördert ein überraschendes Ergebnis zutage: Denn ausgerechnet bei den Grünen-Wählern steht der „Klimakiller“ auf vier Rädern am häufigsten vor der Haustür.

Rund 4,3 Millionen SUVs waren zu Beginn dieses Jahres laut Angaben des Statistischen Bundesamtes in Deutschland registriert. Und dieser Trend scheint weiter bergauf zu gehen. Denn inzwischen ist bereits jedes dritte neu zugelassene Auto ein SUV. Knapp eine Million Neuzulassungen waren es allein im Jahr 2020. Eine Entwicklung, die angesichts des zunehmenden „Klimabewusstseins“ und der allgegenwärtigen Nachhaltigkeitsdebatte verwundert, gelten SUVs doch vergleichsweise als „Klimakiller“. Denn im Vergleich zu einem normalen Kleinwagen ist ein SUV etwa doppelt so schwer. Mehr Gewicht bedeutet natürlich auch mehr Bedarf an Energie für den Antrieb und das wiederum bedeutet mehr CO2-Ausstoß. Mit 198 Gramm pro gefahrenen Kilometer ist dieser bei SUVs im Durchschnitt doppelt so hoch wie bei Kleinstwagen, die etwa 90 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer in die Luft abgeben, ergibt eine Berechnung der Deutschen Energieagentur. Darüberhinaus verursachen die „Kraftprotze“ mehr Feinstaub und Mikroplastik, da ihre Reifen deutlich breiter sind als bei einem regulären PKW und sich diese dann durch das hohe Gewicht stärker und schneller abreiben.

Die logische Folge dessen wäre: Gerade Wähler der Grünen müssten demnach SUVs meiden wie der Teufel das Weihwasser und statt dessen brav und „klimakonform“ mit sparsamen Kleinwagen unterwegs sein. Doch weit gefehlt.

Denn eine andere aktuelle Umfrage bringt es an den Tag. Demnach „entscheiden sich Grünen-Wähler derzeit am häufigsten für Geländewangen, also SUVs, dem Feindbild schlechthin für alle Klimaschützer“, so die FAZ. Laut der Studie hat offenbar immerhin jeder sechste befragte Grünen-Sympathisant einen Geländewagen vor der Haustür stehen. Auf Platz zwei der SUV-Konsumenten stehen dann immerhin bereits die Wähler der SPD – einstmals als „Partei des kleinen Mannes“ gegründet. Es scheint also durchaus etwas dran zu sein am sich hartnäckig haltenden Klischee vom besserverdienenden, grünen „ Bürgertum“ das mit dem SUV zum Bio-Laden fährt oder den „umweltbewussten“ Nachwuchs nach dessen Teilnahme bei der Fridays for Future-Kundgebung mit dem Greta-Emblem am Revers in die fesche Vorstadt-Siedlung nachhause schippert.

Dass Bekenntnisse zum „Klimaschutz“ und tatsächlicher „ökologischer Fußabdruck“ sich oft widersprechen, ist auch eine Erkenntnis des Bundesumweltamtes, das eine Studie veröffentlicht hat, in der es heißt: „Hohe Ressourcenverbräuche und Treibhausgasemissionen finden sich gerade in den sozialen Milieus, die sich verbal zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bekennen“. Na denn.

Wasser predigen, Wein saufen, ist also die Devise zahlreicher Öko-Diktatoren in Deutschland und vermutlich auch anderswo auf der Welt. Denn der erhobene Zeigefinger als Aufruf zum Verzicht ist doch am schönsten, wenn man ihn anderen zeigen kann, während man selbst im Wohlstand und Bequemlichkeit schwelgt…!

Quelle: Merkur.de – Bildquelle Titel: Heinrich Stürzl, Public domain, via Wikimedia Commons

2021 afd Afghanistan Annalena Baerbock bayerisch Bayern Berlin Bundesregierung Bundestagswahl Bürger Corona deutsch Deutschland EU Euro Frau Frauen Grüne Impfstoff Impfung islamistisch Israel Kinder Kitzingen Klima klingen Land Mann Medien Menschen Merkel Messer Opfer Pandemie Politik Politiker Polizei Regierung Schutz SPD Staatsregierung Taliban Würzburg öffentlich

Print Friendly, PDF & Email
Was meinen Sie dazu?
+1
0
+1
0
+1
0
+1
1
+1
0
+1
0
+1
0
Share this page to Telegram

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.