„Zeigen der Mohammed-Karikaturen kann radikalisierend auf Schüler wirken“

Unser Land, unsere Werte. Eigentlich. Und zu einer freien und (meinungs)offenen Gesellschaft gehört auch beispielsweise die Satire dazu.

Doch in Hessen sieht man das anders, wenn es um den Propheten Mohammed geht, und knickt dort schon mal rein vorsorglich vor dem politischen Islam ein.Hessens Kultusministerium weist die dortigen Lehrer darauf hin, dass die Verwendung von Mohammed-Karikaturen im Unterricht gefährlich sein könne – ein hoch umstrittener Schritt. Denn mancher Lehrer findet, zu Recht: Nach dem Mord an Samuel Paty müsse man solche Darstellungen erst recht thematisieren.

So also teilte man nun sämtlichen Schulleitern mit, es gebe „Hinweise/ Anregungen im Zusammenhang mit der Thematisierung des Mordes an dem französischen Lehrer Samuel Paty“ und verwies darauf, dass „das Zeigen der Mohammed-Karrikatur oder jede bildliche Darstellung des Propheten Mohammed als islamkritisches Verhalten interpretiert werden kann, das emotionalisierend und unter Umständen auch mobilisierend wie radikalisierend auf den Empfängerkreis, auch Schülerinnen und Schüler, wirken kann.“.

Aha. Für eventuelle Radikalisierungstendenzen des politischen Islam in Deutschland wären also nach Einschätzung des Kultusministeriums am Ende unsere Lehrkräfte schuld und nicht radikalisierte Muslime und Hassprediger. Also lieber brav wegducken, anstatt derartige Probleme offen anzusprechen, für das Thema zu sensibilisieren und klar für Demokratie und Meinungsfreiheit zu stehen. Das ist erbärmlich und ein Schritt in die vollkommen falsche Richtung!

https://www.welt.de/politik/deutschland/plus230491929/Mohammed-Karikaturen-Kapitulation-vor-dem-politischen-Islam.html?fbclid=IwAR0ZdN53EIU_IJW5_w_UXxtNSk7cOi1HsRHHwpvdMLE7_CmH0c8OImQj3js