Alptraum im Pflegeheim. Weshalb versagte die Behörde?

In einem Seniorenheim am Schliersee herrschten offenbar katastrophale Zustände. Einige der Bewohner sollen sogar an Unterernährung verstorben sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen 17 Todesfällen und 88 Fällen von Körperverletzung. Laut Medienberichten gibt es derzeit vier Beschuldigte, und es wurden bereits 150 bis 200 Zeugenvernehmungen durchgeführt. Als Auslöser der Ermittlungen gilt ein Corona-Ausbruch im vergangenen Mai.

Dies kommentiert Christian Klingen, Abgeordneter der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, wie folgt:
„Hinter der schönen Fassade der Seniorenresidenz am Schliersee verbirgt sich ein wahrer Alptraum. Die Bewohner des Heimes sollen jahrelang vernachlässigt worden sein. Sie wurden mangelhaft ernährt oder hatten offene Wunden. In manchen Fällen haben Pflegekräfte abgelaufene Medikamente verwendet und diese sogar vertauscht. Manchmal mussten Senioren stundenlang in ihren Fäkalien liegen, und einige wurden offenbar über Nacht eingesperrt. Nun wird sogar vermutet, dass mehrere Bewohner der Horror-Einrichtung verhungert sind!
Das Unfassbare: Reporter fanden heraus, dass die zuständige Heimaufsicht im Landratsamt Miesbach über die desaströse Lage in der Seniorenresidenz schon seit längerem Bescheid wusste. Anscheinend haben sich sowohl Pflegekräfte als auch Angehörige der Bewohner bei der Heimaufsicht über die katastrophalen Zustände in der Einrichtung beschwert – offenbar ohne Erfolg!

Der Betreiber der Einrichtung ist sich keiner Schuld bewusst und behauptet sogar, dass sämtliche Standards eingehalten worden seien. Der Beweis dafür sei, dass die zuständige Heimaufsicht keine Mängel beanstandet habe.

Ich verlange eine schonungslose Aufklärung nicht nur der desaströsen Zustände in dieser Einrichtung, sondern auch hinsichtlich des katastrophalen Versagens der zuständigen Behörde! Was wussten die Beamten? Und warum haben sie geschwiegen?“