Für den vorzeitigen Ausstieg aus der Kernenergie müssen die Betreiber der Atomkraftwerke vom Bund entschädigt werden. Nun steht eine hohe Milliardensumme fest. So muss nun die Bundesregierung den AKW-Betreibern gut 2,4 Milliarden Euro zahlen. Pardon, natürlich zahlt diese Summe nicht die Bundesregierung, sondern der Steuerzahler. Und wofür das Ganze? In Deutschland mussten in den letzten Jahren eine ganze Reihe von Kernkraftwerken vorzeitig stillgelegt werden. Der Grund hierfür waren nicht etwa technische Mängel, sondern ein Tsunami an der Küste Japans. Da die betroffenen Kraftwerke noch auf Jahre hinaus eine gültige Betriebsgenehmigung vorweisen konnten, machten sie in mehreren Gerichtsverfahren erfolgreich Schadensersatz gegen die Bundesregierung geltend.

Nun also zahlt der Steuerzahler Geld dafür, dass technisch zum Zeitpunkt der Stilllegung noch voll funktionsfähige Werke nicht mehr weiter produzieren durften. Und weil der nun in Deutschland auf andere Weise produzierte Strom den heimischen Bedarf nicht decken kann, zahlt er auch für den Import von Strom aus dem Ausland. Und dieser stammt in vielen Fällen: Aus Kernkraftwerken. Kernkraftwerken, die wie beispielsweise in Tschechien einen deutlich schlechteren Standard haben als diejenigen, die bei uns verschrottet wurden. Und Frankreich, ebenfalls wichtiger Stromlieferant für Deutschland, hat nun sogar die Laufzeit für seine Kernkraftwerke von bislang vierzig auf fünfzig Jahre verlängert.

2,4 Milliarden Euro dafür, dass nun der Strom aus älteren oder technisch schlechter ausgestatteten Betrieben in unsere Leitungen fließt. Besser kann man Steuergelder wohl kaum sinnlos vernichten!

https://www.t-online.de/finanzen/news/unternehmen-verbraucher/id_89596082/fuer-atomausstieg-bund-zahlt-atomkraftwerke-betreibern-2-4-milliarden-euro.html?fbclid=IwAR0aSQ0qtjjwUwCElChu37b6XCuQG8U8sQd8hF4I3uOMolu45jBEkQ5Mxso

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