Impfplan vergisst Menschen mit Behinderung

Die Regierung ist stolz auf ihren „ausgeklügelten“ Impfplan. Doch irgendwie scheint dabei eine Risikogruppe komplett vergessen worden zu sein: Menschen, die trotz teils schwerer Behinderungen nicht im Pflegeheim leben, sondern sich ein eigenständiges Leben in den eigenen vier Wänden erkämpft haben. Da ist beispielsweise die junge Frau, die im Rollstuhl sitzt und aufgrund einer schweren Erkrankung ihrer Muskulatur auch eine deutlich eingeschränkte Funktion der Atemmuskulatur und der Lunge hat. Aufgrund dieser Behinderung wäre gerade für sie eine Infektion mit dem Corona-Virus besonders tückisch und vermutlich todbringend. Doch geimpft wurde sie bislang noch nicht.

Denn Fälle wie ihrer scheinen durch das Raster der von Fachleuten ausgearbeiteten 🙄 „Nationalen Impfstrategie“ irgendwie hindurchzufallen. Da die Betroffene nicht in einer Pflegeeinrichtung lebt, sondern trotz ihrer schweren Beeinträchtigungen ihr Leben selbst in die Hand genommen hat, und weil ihre Erkrankung eher selten ist, hat man sie und ihre Leidensgenossen bei der Erstellung der Impfpläne wohl schlicht und einfach „vergessen“.
Anstatt wie andere Behinderte, die in Einrichtungen leben, schon längst von Amts wegen eine Impfung angeboten bekommen zu haben, muss sie sich selbst unter Vorlage entsprechender Atteste einen Termin beantragen, über den dann im Rahmen einer „Einzelfallprüfung“ entschieden wird.

Wie kann es sein, dass „die beste Regierung von allen“ sich dieser Thematik nicht im Rahmen ihrer Impfstrategie angenommen hat? Schließlich sind die Betroffenen bei den staatlichen Versorgungsämtern flächendeckend erfasst. Dies ist ein weiteres von vielen Puzzleteilen im Versagen unserer Regierung!

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