Laut Recherchen des „Spiegel“ waren „rund ein Dutzend Gäste gekommen, darunter viele Unternehmer“. Nach Informationen der „BILD“ wurden die Teilnehmer im Vorfeld des Abends explizit vom Gastgeber aufgefordert, an dem Abend 9.999 Euro zu spenden – für Spahns Bundestagswahlkampf 2021 in dessen Wahlkreis im Münsterland (Steinfurt I – Borken I). Denn zu diesem Zeitpunkt liebäugelte Spahn damit, Kanzlerkandidat der Union zu werden. Der krumme Betrag hat seinen Grund. Denn Spendernamen ab 10.000 Euro müssen Parteien in Berichten bei der Bundestagsverwaltung veröffentlichen. Spahns Büro antwortete auf Anfrage der „BILD“, ob der Minister Kenntnis davon hatte, dass Gäste 9999 Euro im Falle ihrer Teilnahme spenden sollten: „Spenden von Teilnehmern des Abendessens zur Unterstützung der Arbeit des CDU-Kreisverbands Borken sind im Nachgang der Veranstaltung eingegangen.“ Ein Teilnehmer des Dinners sagte zu BILD: „Spahn hatte anfangs noch seine Maske auf, doch die wurde schon beim Stehempfang abgesetzt. Da standen wir dann dicht zusammen.“Allerdings sind die Spender jetzt wohl möglicherweise nicht so anonym geblieben, wie von Spahn und Co. ursprünglich geplant. Denn aufgrund seiner am nächsten Tag festgestellten Corona-Infektion musste er ja dem zuständigen Gesundheitsamt seine Kontaktpersonen nennen, damit diese vom Gesundheitsamt entsprechend der geltenden Bestimmungen in Quarantäne versetzt werden konnten. Wir hoffen, er ist dieser Pflicht, die Kontakte detailliert zu benennen, ebenso zuverlässig nachgekommen, wie er dies vom normalen Bürger fordert!

https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/gesundheitsminister-spahn-unter-druck-spenden-dinner-waehrend-corona-75555026.bild.html?fbclid=IwAR3BuzYzkON2x5tvSw5mFDbSKhByO9p6pmGNP4bcuDLBJpYHPAuu7fjEJ7Q

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