Bedingt durch die bereits seit Wochen anhaltenden, strengen Ausgangsbeschränkungen sind Tierheimen die Abgabe und Vermittlung von Tieren teilweise nur bedingt oder auch gar nicht möglich. 

Hierdurch entfallen für die Tierheime die Einnahmen aus der Vermittlung (z. B. sogenannte „Schutzgebühren“). Tierheime sind darauf angewiesen, Tiere zu vermitteln, da sie die anfallenden Kosten nicht nur über Spenden (Sach- und Finanzspenden) decken können. Eine weitere Einnahmequelle von Tierheimen sind auch Benefiz-Flohmärkte und Feste, deren Erlöse dem Tierschutz zugute kommen. Derartige Veranstaltungen sind derzeit aufgrund der Corona-Krise ebenfalls verboten. 

Darüber hinaus sind diese Einrichtungen derzeit stärker belegt als in dieser Jahreszeit unter normalen Bedingungen üblich. Durch diesen Umstand steigen auch die Futterkosten und die Kosten für tierärztliche Versorgung an. Auch die freiwillige ehrenamtliche Hilfe von Bürgern, die z.B. Hunde des Tierheims ausführen, fällt aufgrund der Ausgangsbeschränkungen weg, weswegen den Tierheimen ein Mehraufwand für die Versorgung der Tiere entsteht. 

Um die in den Heimen untergebrachten Tiere auch weiterhin artgerecht und entsprechend den Bestimmungen des Tierschutzgesetzes versorgen zu können, ist eine Bezuschussung dringend geboten. Das gilt auch für Gnadenhöfe und Tierschutzvereine, die ebenfalls Fundtiere, Tiere aus schlechter Haltung und verletzte Wildtiere bei sich aufnehmen und versorgen. 

Wir haben daher die bayerische Staatsregierung aufgefordert, zur Abfederung der wirtschaftlichen und tierschutzbedingten Folgen der Corona-Krise Tierheime und tierheimähnliche Einrichtungen (z.B. Gnadenhöfe und Tierschutzvereine) finanziell zu unterstützen. 

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