Staatsregierung leugnet Lebensmittel Skandale in Bayern

Lebensmittel-Skandale
Lebensmittelskandal

Salmonellen in Eiern, verfaultes Fleisch, Ungeziefer und Mäusekot in Backzutaten, Listerien in Wurst – die Liste der Lebensmittelskandale in Bayern ist lang. Für die Staatsregierung hat es sie offenbar trotzdem nicht gegeben! So das Ergebnis einer Anfrage des AfD-Landtagsabgeordneten Christian Klingen.

Keine Satire, sondern bitterer Ernst! So versuchte man jetzt im Ministerium von Umweltminister Thorsten Glauber um das heikle Thema herum zu lavieren: Der Begriff Lebensmittel-Skandal sei nicht genauer definiert, insofern sei die Frage nicht zu beantworten, beschied man MdL Klingen, der Mitglied im Ausschuss für Umwelt- und Verbraucherschutz ist.

Und deshalb blieben auch gleich die meisten anderen Fragen rund ums Thema offen: Sind Erkrankungen aufgetreten und, wenn ja, welche? Gab es Todesfälle? Welche Keime haben Nahrungsmittel und Trinkwasser verunreinigt, war Babynahrung betroffen? 

„Hier gab es windelweiche Nicht-Antworten, meist hat sich die Staatsregierung hinter der Aussage versteckt, es gäbe keine Statistiken“, so Umweltpolitiker Klingen. „Da drängt sich die nächste Frage auf: Wieso werden gerade in so einem elementar wichtigen Bereich, nämlich der Lebensmittelsicherheit, Verstöße und deren Konsequenzen nicht statistisch erfasst?“

Die einzige klare Antwort der Staatsregierung kam auf die Frage: „Sieht die Staatsregierung die Notwendigkeit, die Kontrollen zu erhöhen?“ mit „Nein!“. 

Dazu passt: Die bayerischen Behörden sahen laut BR in einigen Fällen auch keinen Anlass, die Bevölkerung zu informieren und zu warnen. 

Christian Klingen: „Hier hat die Staatsregierung ihre Hausaufgaben nicht gemacht. 

Gerade wenn es um die Gesundheit unserer Bevölkerung geht, müssen Missstände seitens der zuständigen Behörden sorgfältig erfasst und auffällige Gefahrenquellen frühzeitig erkannt werden, um adäquate Gegenmaßnahmen ergreifen zu können!“